Donnerstag, 16. Juni 2005

Lange Durststrecke ist zu Ende: Inter
Mailand gewinnt den italienischen Pokal

  • Erster nationaler Titel für Mailänder seit Jahr 1989
  • 3:0-Final-Erfolg über Roma - Coach Conti tritt zurück

Der italienische Fußball-Starklub Inter Mailand hat erstmals seit dem Scudetto 1989 einen nationalen Titel erobert. Die Blau-Schwarzen gewannen am Mittwoch das Final-Rückspiel des italienischen Cups ("Coppa Italia") gegen AS Roma 1:0 und setzten sich mit einem Gesamtscore von 3:0 souverän durch. Für Inter war es der vierte Cuptitel der Vereinsgeschichte, der erste seit 1982 (mit Herbert Prohaska).

Nach zwei Treffern von Adriano im Hinspiel in Rom - der Brasilianer fehlte diesmal auf Grund seiner Confed-Cup-Teilnahme - sorgte im Mailänder Meazza-Stadion der 36-jährige Routinier Mihajlovic (52.) für die Entscheidung zu Gunsten der Mannschaft von Trainer Roberto Mancini.

Die Römer haben mit der Cupfinal-Teilnahme immerhin ihr Minimal-Ziel erreicht. Weil Inter die Champions-League-Qualifikation bestreitet, nimmt Roma in der nächsten Saison am UEFA-Cup teil.

Roma-Coach tritt zurück
Nach der Niederlage hat AS-Roma-Coach Bruno Conti dennoch seinen Hut genommen. Nachfolger wird laut einem Bericht der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" der bisherige Udinese-Trainer Luciano Spalletti.

Conti hatte im März 2005 das Ruder beim krisengeschüttelten Klub übernommen und weist nach 15 Spielen eine negative Bilanz auf. Den Klassenerhalt in der Serie A fixierte der ehemalige Meister erst am vorletzten Spieltag endgültig, als Trost bleibt dank der Cupfinal-Teilnahme die UEFA-Cup-Qualifikation.

Einen Trainerwechsel hat es auch in der französischen "Ligue 1" gegeben. Joel Muller folgt in Metz Jean Fernandez nach. Muller, der im Jänner 2005 von Lens gefeuert wurde, war bereits zwischen 1989 und 2000 Metz-Coach. Fernandez verabschiedete sich vergangenen Dienstag Richtung Olympique Marseille.

(apa/red)

16.6.2005 11:33