Gipfeltreffen zwischen EU und USA: Irak- Wiederaufbau in Washington im Mittelpunkt
- Bush, Barroso und Ferrero-Waldner treffen zusammen
- Gespräche dienen als Vorbereitung für Großkonferenz
·US-Armee entdeckt
Terror-Schule im Irak
An der Tafel stehen Pläne zum Bauen von Bomben!
·Keine US-Pläne für Zeit nach Irak-Krieg
Bush ignorierte Bedenken der britischen Regierung
·Terror im Irak: Unter
30 Toten auch Baby
Opfer seit Kriegsende: 22.500 Zivilisten getötet
·Blutige Gefechte & Selbstmordanschlag
Irak: Wieder ließen bis zu 100 Menschen ihr Leben
Eine hochrangige EU-Delegation will heute in Washington US-Präsident George W. Bush treffen. An den Gesprächen nehmen der amtierende EU-Ratspräsident, der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker, Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sowie auch Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner teil.
Aus EU-Kreisen verlautete, Juncker wolle klarstellen, dass die Krise in der Europäischen Union nach dem doppelten Nein der Franzosen und Niederländer bei EU-Verfassungsreferenden und dem Scheitern des Gipfels zur Finanzplanung nicht die transatlantischen Beziehungen belasten solle. Bush hat über die jüngste EU-Krise bisher öffentlich noch kein Wort verloren.
Außerdem werden in den Gesprächen die Lage im Nahen Osten und im Irak erörtert werden. Das eintägige Treffen dient der Vorbereitung einer internationalen Großkonferenz über den Aufbau im Irak, die am Mittwoch in Brüssel stattfindet. Auch die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA und die Atompläne des Iran sollen ein Thema werden.
Ferrero-Waldner war bereits Anfang Juni in den Vereinigten Staaten, um den EU-USA-Gipfel vorzubereiten. Bei einer Konferenz des "European Institute" in Washington äußerte sie sich optimistisch über die transatlantische Zusammenarbeit. Sie lobte die gute Kooperation mit den USA im Nahen Osten, wobei sie besonders die Fortschritte im Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern, die Wahlen im Libanon und die Zustimmung der USA zum Beitritt des Iran zur WTO hervorhob. Gute Nachbarschaftspolitik mit dem Nahen Osten, so die Kommissarin, basiere auf der Förderung wirtschaftlicher sowie rechtsstaatlicher Entwicklung, Demokratisierung und der Menschenrechte. Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten seien hier einer Meinung.
"Die USA sind sehr froh, so starke Partner in Europa zu haben", sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice damals, Anfang Juni, nach einem Treffen mit Ferrero-Waldner, Solana und dem luxemburgischen Außenminister und Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft, Jean Asselborn. (apa)
