Zentausende protestieren für "Familie": Groß-Demo in Madrid gegen Homo-Ehe
- Kundgebung von Kriche und Volkspartei unterstützt
Zehntausende Menschen sind am Samstag in Madrid auf die Straße gegangen, um gegen das von der sozialistischen Regierung eingebrachte Gesetz zur Zulassung der Homosexuellen-Ehe zu protestieren. Unter dem Motto "Die Familie zählt" zogen die Demonstranten bei 35 Grad Hitze durch das Zentrum der spanischen Hauptstadt.
Zu der Kundgebung, die von der Katholischen Kirche Spaniens und der oppositionellen Volkspartei (PP) unterstützt wurde, hatte das so genannte Forum für die Familie ausgerufen. Diesem gehören zahlreiche überwiegend katholische Bürgerinitiativen an.
An dem Protest nahmen auch mehrere Bischöfe sowie PP- Generalsekretär Acebes teil. Die Organisatoren bezifferten die Zahl der Teilnehmer auf eine halbe Million. Das Gesetz bedeutet nach Ansicht der Bischofskonferenz die Vernichtung der Ehe als Institution. Die Regierung entgegnete, Homosexuelle hätten einen legitimen Anspruch auf rechtliche Gleichstellung. Die Demonstration werde nichts an dem Vorstoß ändern. Es ist das erste Mal seit mehr als 20 Jahren, dass die Bischofskonferenz eine Demonstration gegen die Regierung unterstützt.
Das Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe soll noch vor der Sommerpause in Kraft treten. Es sieht vor, dass in Spanien Ehen homosexueller Paare mit heterosexuellen Ehen einschließlich der Möglichkeit der Kinderadoption rechtlich gleichgestellt werden.
In Europa gibt es eine solche Regelung bisher nur in den Niederlanden. In Belgien sind homosexuelle Eheschließungen ebenfalls legalisiert, allerdings ist über die Frage der Adoption von Kindern noch nicht entschieden worden. In Deutschland und den skandinavischen Ländern können homosexuelle Paare ihre Partnerschaft amtlich eintragen lassen, aber keine Kinder adoptieren. (apa)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien11:23
Weitere sechs ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
