Freitag, 17. Juni 2005

Es schaut schlecht aus für Schröder: In Umfragen liegt weiter CSU/FPD klar voran

  • Bündnis der deutschen Linksparteien bei acht Prozent
  • SPD bleibt mit 28 Prozent abgeschlagen

Die neue Linkspartei aus PDS und Wahlalternative WASG käme nach einer neuen Umfrage derzeit bei einer Bundestagswahl in Deutschland auf acht Prozent. Nach der am Freitag im ARD-Morgenmagazin vorgestellten Erhebung von Infratest Dimap wäre sie damit stärker als die FDP und genauso stark wie die Grünen. Trotz Verlusten der Unionsparteien hätten CDU/CSU und FDP aber der Umfrage unter rund 1.000 Bundesbürgern zufolge zusammen weiter eine klare Mehrheit.

Die SPD bliebe demnach mit unverändert 28 Prozent abgeschlagen. CDU und CSU sanken zwar gegenüber der letzten Umfrage um zwei auf 46 Prozent. Zusammen mit den unveränderten sieben Prozent FDP könnte sie aber dennoch die neue Regierung bilden. Die Grünen sanken um einen Prozentpunkt auf acht Prozent, die FDP blieb bei sieben Prozent. Das angekündigte Wahlbündnis aus PDS und Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) gab der Linken dagegen als einziger politischer Kraft kräftigen Auftrieb, nämlich von vier auf acht Prozent. Sie könnte also klar als neue Fraktion in den Bundestag einziehen.

Auf die Frage nach der künftig im Bund gewünschten Koalition plädierten mit 45 Prozent die meisten für ein schwarz-gelbes Bündnis aus Unionsparteien und FDP. Mit 40 Prozent knapp dahinter landete eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD. Eine Alleinregierung der Union wollen laut ARD 35 Prozent 35 Prozent der Befragten. Mit gerade noch 24 Prozent landete eine rot-grüne Koalition, wie sie derzeit die Bundesregierung stellt, klar auf dem letzten Platz.

Gefragt wurde auch, wo am ehesten gespart werden solle. Dabei sprachen sich mit 34 Prozent die meisten für die Senkung oder Streichung der Eigenheimzulage aus. 28 Prozent würden die Abschaffung der Steuerfreiheit von Nacht- und Sonntagszuschlägen in Kauf nehmen. 27 Prozent wollen die Senkung der Pendlerpauschale hinnehmen und nur 23 Prozent ein höheres Rentenalter.

(apa/red)

17.6.2005 09:10