Freitag, 17. Juni 2005

Tausende Buben missbraucht: Amerikaner
führte genauestens Buch über seine Taten!

  • Notizbücher mit Namen von über 36.000 Kindern
  • Polizei: 'Einer der aktivsten Kinderschänder überhaupt'

Die kalifornische Polizei verdächtigt einen 63-jährigen Mann, tausende Kinder in mehreren Staaten sexuell missbraucht zu haben. Die Behörden gaben am Donnerstag bekannt, es seien handgeschriebene Listen mit mehr als 36.000 Namen von Kindern gefunden worden. Bei den Opfern handle es sich zumeist um Buben.

Zahlencodes schienen darauf hinzuweisen, wie der Mann die Kinder missbraucht habe. Die Behörden forderten weitere mögliche Opfer auf, sich zu melden.

"Wenn auch nur ein Zehntel dieser Zahlen stimmt, dann gibt es hunderte Opfer in zahlreichen Staaten", sagte Polizeisprecher Scott Cornfield. "Wir gehen damit an die Öffentlichkeit, weil wir glauben, er ist in viele Fälle von Kindesmissbrauch in vielen Ländern verwickelt."

Die 1.300 Seiten mit den Kindernamen waren in sieben Ordner einsortiert. Die Ordner trugen Titel wie "Blonde Buben", "Süße Buben" und "Buben, die Nein sagen".

Der Verdächtige wohnte nur zehn Minuten von zwei Volksschulen entfernt. Eine Nachbarin sagte, der Mann habe sich auch ihren Söhnen genähert und ihnen Süßigkeiten geschenkt.

Die Polizei nahm weiters den Mitbewohner des Verdächtigen fest, einen ebenfalls polizeibekannten Kinderschänder. Die Beamten waren auf die Spur des 63-Jährigen gekommen, weil er zwei Buben in seine Wohnung gelockt und dort missbraucht hatte. Er wurde bereits im vergangenen Monat festgenommen.

Nach Angaben der Ermittler hat der Verdächtige die vergangenen 30 Jahre zum größten Teil in Kalifornien gewohnt. Er sei jedoch auch in New York, Arkansas und Washington wegen Kindesmissbrauchs festgenommen worden. In Idaho habe er Ende der siebziger Jahre aus dem gleichen Grund eine Gefängnisstrafe verbüßt. Auch in Oregon werde er gesucht.

In den achtziger Jahren sei der Mann aus Brasilien ausgewiesen worden, weil er Kinder missbraucht habe. Die Polizei vermutet überdies weitere Opfer in Mexiko.

(apa/red)

17.6.2005 15:11