Donnerstag, 16. Juni 2005

Graf Dracula lässt grüßen: Elf Menschen nach Biss von Vampir-Fledermäusen tot!

  • Insgesamt schon elf Brasilianer an Tollwut gestorben

Elf Menschen sind im Norden Brasiliens nach dem Biss von Vampir-Fledermäusen an Tollwut gestorben. Allein in den vergangenen fünf Tagen seien in der Stadt Augusto Correa im Bundesstaat Para vier Todesopfer gezählt worden, berichteten Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die Behörden. Das vorerst letzte Opfer sei ein elfjähriges Mädchen gewesen, hieß es.

In den vergangenen Monaten mussten in Augusto Correa und Umgebung mehr als 700 Menschen auf Grund von Fledermausbissen behandelt werden. Die Seuchenbekämpfungsbehörde von Para startete in den vergangenen Tagen eine Impfaktion in der betroffenen Region.

Wenn die Fledermäuse angreifen, gibt es vor allem Todesfälle unter Rindern und Haustieren. Die etwa daumengroßen Tiere beißen normalerweise nur große Vögel und schlafende Rinder. Sie gelten dem Menschen gegenüber als nicht aggressiv und eher scheu. Für die überraschenden Angriffe auf Menschen werden Veränderungen der Umwelt wie etwa Waldrodungen verantwortlich gemacht, die das Zugverhalten der Tiere verändert haben sollen. Menschen werden meistens im Schlaf gebissen.
(apa)

16.6.2005 08:18