Schweres Erdbeben vor der Westküste Amerikas: Tsunami-Warnung ausgegeben
- Geo-Institut konnte allerdings kurz darauf entwarnen
- Welle hätte Küste von Kalifornien bis Vancouver getroffen
Ein heftiges Beben vor der kalifornischen Küste hat am Dienstagabend zu einer Tsunami-Warnung für die US-Pazifikregion geführt. Berichte über Schäden oder Opfer lagen aber nicht vor, nach einer Stunde konnte die Warnung vor einer Flutwelle aufgehoben werden. Das Beben der Stärke 7,0 war aber in vielen kalifornischen Küstenorten zu spüren, wie Betroffene berichteten.
Das Beben hatte sein Epizentrum etwa 130 Kilometer vor der Küste südwestlich von Crescent City oder 480 Kilometer nordwestlich von San Francisco, wie der Geologische Dienst der USA auf seiner Web-Site mitteilte. Der Seismologe Ved Lekic erklärte, zu einer Flutwelle sei es nicht gekommen, weil es bei dem Beben eine horizontale und nicht eine vertikale Erdbewegung gegeben habe, die einen Tsunami auslöse.
In Crescent City ließ die Polizei wegen des Erdbebens unter anderem mehrere Hotels evakuieren. Ein Bewohner des Bezirks Humboldt, Jim Andresen, sagte, er habe schon schlimmere Beben erlebt.
In dem Gebiet gibt es nach Angaben von Geologen etwa alle zehn Jahre ein starkes Erdbeben. Der einzige bekannte Fall, in dem ein Tsunami auf dem US-Festland zu Todesopfern führte, war 1964 in Crescent City: dabei kamen elf Menschen ums Leben.
(apa/red)
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