Wachpersonal als Geiseln genommen: Fünf Tote bei Gefängnisrevolte in Brasilien!
- Bandenkrieg im "Häfn": Aufständische köpften Rivalen
Mindestens fünf Häftlinge sind bei einer Gefängnisrevolte mit Geiselnahme in Brasilien getötet worden. Wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten, hielten die Aufständischen in der Anstalt der Stadt Presidente Venceslau im Bundesstaat Sao Paulo in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) zwölf Männer des Wachpersonals als Geiseln. Die Verhandlungen mit den Anführern des Aufstands seien am Abend ergebnislos abgebrochen worden. Die Forderungen der Insassen wurden vorerst nicht bekannt.
Die Aufständischen hätten mindestens fünf Angehörige einer rivalisierenden Häftlingsbande enthauptet. Das brasilianische Fernsehen zeigte Bilder von Häftlingen auf dem Dach der Anstalt "Zwinglio Ferreira", die Köpfe ihrer Opfer wie Trophäen hochhielten. Die Revolte werde von Angehörigen der Mafiagruppe "PCC" (Erstes Hauptstadtkommando") angeführt, hieß es. Im Gefängnis seien unter anderem durch ein Feuer beträchtliche Sachschäden entstanden.
Die Anstalt "Zwinglio Ferreira" wurde für höchstens 680 Häftlinge gebaut, hat aber heute mindestens 800 Insassen. Die meisten Gefängnisse Brasiliens sind veraltet und hoffnungslos überfüllt. Misshandlungen der Häftlinge durch das schlecht ausgebildete Wachpersonal sind ebenso an der Tagesordnung wie Revolten mit Todesopfern. (apa)
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