"profil" deckt auf: Priesteranwärter
surften wieder auf Pornoseiten im Internet
- Nach Pornoaffäre neuer Skandal in Diözese St. Pölten
- Bischof Küng bestätigt Vorwürfe anonymer Informanten
Wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind Priesterschüler der Skandal geschüttelten Diözese St. Pölten kaum ein Jahr nach der folgenreichen Pornoaffäre wieder "schwach" geworden: Vom Computer der Bibliothek der philosophisch-theologischen Hochschule aus, die sich im selben Gebäude wie das Priesterseminar befindet, wurden nach Angaben anonymer "profil"-Informanten seit Dezember des Vorjahres wiederholt Internetseiten mit pornografischen Inhalten angeklickt. Entdeckt wurde der Umstand bei Überprüfungen in der EDV-Zentrale der Diözese. Jetzt sollen sogar biometrische Zugangskontrollen installiert werden, die einen Einstieg ins Netz nur mittels Fingerabdruck ermöglichen.
Diözesanbischof Klaus Küng bestätigt in einem "profil"-Interview die Informationen, erklärt aber, dass es nur "ein einziges Mal" zum Anklicken pornografischer Internetseiten gekommen sei.
Küng verteidigt in dem Interview seine Entscheidung aus dem Vorjahr, das St. Pöltener Priesterseminar vorübergehend zu schließen, um den Anwärtern, die weiterhin eine Priesterlaufbahn einschlagen wollen, die Chance auf Wiederaufnahme zu geben. Die dafür eingesetzte Kommission sei sehr restriktiv vorgegangen, die aufgenommenen Alumnen hätten einen guten Eindruck gemacht.
Vieles an "Versöhnungs- und Aufklärungsvorgängen" sei mittlerweile eingeleitet worden, in die Diözese sei Ruhe eingekehrt und viele trügen den Neuanfang mit. Auch eine Ombudsstelle für die Anliegen verschiedener Personengruppen sei eingerichtet worden und werde demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt, so Küng zu "profil".
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des "profil"
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