Flugzeugabsturz am obersteirischen Sölkpass: Vier Personen wurden getötet
- Das Flugzeug liegt im hochalpinen Gelände
- Über die Absturzursache ist derzeit noch nichts bekannt
Ein Flugzeugabsturz hat am Freitagabend im Bereich des obersteirischen Sölkpasses den vier Insassen das Leben gekostet. Alpingendarmerie und Bergrettung sicherten die in rund 1.800 Meter Seehöhe gelegene Unfallstelle im Bereich südlich der Schoberspitze (2.433 Meter). Die Toten wurden laut Gendarmerie nach Murau zur Identifizierung durch Angehörige gebracht. Es handelt sich um drei Salzburger und eine Kärntnerin, alle im Alter zwischen 24 und 31 Jahren. Die Absturzursache ist unklar.
Die einmotorige Maschine vom Typ Diamond Aircraft DA 40 Katana mit der Kennung OE-CWL eines Salzburger Charterunternehmens war vor 18.00 Uhr am Freitag in Graz gestartet und war nach Salzburg unterwegs. Im Bereich des Sölkpasses (1.788 Meter) verlor die Flugsicherung den Kontakt zur Maschine. Als das Flugzeug nicht laut Flugplan in Salzburg eintraf, wurde eine Suche eingeleitet. Ein Hubschrauber des Innenministeriums aus Klagenfurt und der ÖAMTC-Helikopter Christophorus 14 aus Niederöblarn suchten die Gegend um den Sölkpass zwischen den obersteirischen Bezirken Murau und Liezen ab. Der Polizei-Helikopter entdeckte dann im letzten Tageslicht das Wrack. "Bei Tageslicht hätten wir an der rund 1.800 Meter hoch gelegenen Absturzstelle landen können, im Finsteren ist das nicht mehr möglich gewesen", so ein ÖAMTC-Flugretter zur APA.
Die Flugunfallkommission traf am frühen Samstagvormittag in Oberwölz ein, sie untersuchte die Absturzstelle und das Wrack. Die Unglücksstelle ist rund fünf Kilometer östlich der Sölkpasshöhe in den Niederen Tauern im Bezirk Murau in hochalpinen Gelände gelegen. Am Nachmittag gab eine ebenfalls am Unglücksort befindliche Gerichtskommission die Toten zur Bergung frei.
Der Flugzeughalter der abgestürzten Maschine, der Salzburger Otto Langsteiner, zeigte sich am Samstag im Gespräch mit der APA erschüttert über den Unfall. Er könne sich das nicht erklären und "möchte der Flugunfallkommission auch nicht vorgreifen." Die Maschine sei erst zwei Jahre alt und damit "praktisch neu" gewesen. Die Maschine war am Freitag von Salzburg nach Graz geflogen und dann auf dem Rückflug abgestürzt. (apa/red)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien11:23
Weitere sechs ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
