Schwarz und Grün nähern sich an: Nach Van der Bellen äußerst auch VP Sympathie
- LH Pühringer plädiert für Zusammenarbeit im Bund
- Klubobmann Molterer: "VP wird niemanden ausgrenzen"
Nach der jüngsten Annäherung der Grünen an die ÖVP äußert nun auch die Volkspartei leise Sympathie für Van der Bellen und Co. Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer plädierte dafür, dass sich seine Partei auch auf Bundesebene eine Zusammenarbeit mit den Grünen offen lassen soll. Auf Landesebene habe er gute Erfahrungen gemacht. VP-Klubobmann Molterer erklärte, man werde "niemanden ausgrenzen".
Molterer bekräftigte, dass die nächsten Nationalratswahlen im Herbst 2006 stattfinden werden. Was den Zustand der Koalition mit der BZÖ betrifft, meint Molterer in den "Oberösterreichischen Nachrichten" und in der "Tiroler Tageszeitung", dass sich das "Bündnis Zukunft Österreich" seinen Start und die Entwicklung "leichter vorgestellt" habe. Was künftige Koalitionen betrifft, werde die ÖVP "niemanden ausgrenzen".
Zu den jüngsten innerhalb der Grünen umstrittenen Aussagen ihres Chefs Van der Bellen, wonach der Ausstieg aus Eurofightern und die Abschaffung der Studiengebühren keine Koalitionsbedingungen seien, sagte Molterer, "das ist ja offensichtlich das erwartete Match zwischen den Fundis und den Realos bei den Grünen. Man kann auch sagen, die linke Gruppe Wien gegen den Rest. Und es ist völlig offen, wie das ausgeht."
Pühringer hielt die jüngste Relativierung von Forderungen der Grünen durch Van der Bellen für inhaltlich richtig. Die Aussagen seien aber zur "Unzeit" erfolgt. Gleichzeitig lobt eer am Donnerstag Abend das in Linz seit eineinhalb Jahren bestehende Modell Schwarz- Grün. Von einem "sehr erfolgreichen Modell" sprach auch Oberösterreichs ÖVP-Klubchef Strugl, der freilich auch die Mühen des Alltags kennt. "Aber wenn man guten Willens ist, ist das möglich." (apa/red)
