Rund 5.600 Slowaken arbeiten derzeit in Österreich: Tendenz ist deutlich steigend
- FPÖ fordert Maßnahmen zum Arbeitsmarkt-Schutz
- PLUS: Slowakei zahlt Prämie für Arbeit in Österreich
·Slowakei: Prämie für
Arbeit im Ausland!
Zielländer sind Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen
Die Zahl der slowakischen Beschäftigten ist im Vergleich zu den übrigen ausländischen Beschäftigten in Österreich relativ gering, allerdings steigt die Zahl deutlich an. Im Mai waren 5.654 Slowaken in Österreich beschäftigte, das waren um rund 1.200 Personen mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als doppelt soviel wie im Jahr 2000, als rund 2.200 Slowaken in Österreich einen Job gefunden hatten. Dies geht aus der aktuellen Statistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hervor.
Im Vergleich dazu waren im März 2005 365.670 Ausländer beschäftigt, das waren 11,5 Prozent an der Gesamtbeschäftigung. Die meisten ausländischen Arbeiter kommen mit rund 154.000 aus dem ehemaligen Jugoslawien, gefolgt von der Türkei mit rund 52.000 Personen. An dritter Stelle mit fast 43.000 Beschäftigten in Österreich liegt Deutschland.
Obwohl vergleichsweise wenig Slowaken in Österreich derzeit einen Job gefunden haben, hat die sogenannte "Grenzgänger-Subvention" zu größeren Aufregungen geführt. Heftige Reaktionen kamen am Mittwoch von der FPÖ.
FPÖ-Bundesobmann Heinz Christian Strache fordert dringende Maßnahmen zum Schutz des Arbeitsmarktes und der Sozialhilfe. Wie berichtet zahlt die Slowakei Prämien für slowakische Arbeitslose, wenn diese in westeuropäischen Ländern Arbeit suchen. Wenn dieses Beispiel in anderen osteuropäischen Ländern Schule mache, sei unser Arbeitsmarkt ernsthaft gefährdet, so Strache.
Der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer verlangt in diesem Zusammenhang ein "Einfrieren von EU-Geldern für die Slowakei". Die Slowakei kassiere einerseits großzügige Förderungen von der EU und verwende diese Mittel andererseits für Steuerdumping und Arbeitslosenexport, so Hofer.
Konkret will die slowakische Regierung Arbeitslosen, die in den EU-Nachbarstaaten - also auch in Österreich - Arbeit suchen eine Prämie zahlen. Ziel dieses Projekts sind vor allem neue Pendler, denen in der Anfangsphase geholfen werden soll. Die Anwärter sollen maximal 150 Euro erhalten. Die Slowakei weist mit 17,5 Prozent nach Polen die zweithöchste Arbeitslosenrate der EU auf.
(apa/red)
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