Mittwoch, 15. Juni 2005

Grazer Babyleichen: DNA-Test bestätigt die Elternschaft in zumindest zwei Fällen

  • Kinder aus Tiekühltruhe sicher von verhaftetem Paar
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Im Fall der vier toten Babys in Graz gibt es nun erste Ergebnisse der DNA-Untersuchung: Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, wurde nun festgestellt, dass zumindest zwei der vier Kinder eindeutig von dem verhafteten Paar stammen. Im Fall der beiden anderen Säuglinge gibt es derzeit noch kein Ergebnis.

Bei den beiden Babys, die mit Sicherheit leibliche Kinder der 32-jährigen Buchhalterin und ihrem Freund sind, handelt es sich um die beiden Leichen aus der Tiefkühltruhe. Bezüglich der beiden weiteren, in Kübeln aufgefundenen Babys, gab es nach Angaben der Anklagebehörde vorerst noch keine Untersuchungsergebnisse.

Seit der Obduktion der eingefrorenen Babyleichen steht zumindest fest, das zwei der Neugeborenen lebensfähig gewesen sind. Wie sie tatsächlich zu Tode gekommen sind, sollen genauere Gewebsuntersuchungen ans Tageslicht bringen.

Bei den anderen beiden Babys, die in Kübeln einbetoniert gefunden worden waren, war der Verwesungsgrad schon so hoch gewesen, dass aus der Obduktion keine Rückschlüsse über die Todesursache gezogen werden konnten. Doch auch in diesen Fällen sollen weitere Analysen folgen.

Die Staatsanwaltschaft hat Voruntersuchungen gegen die Mutter der vier toten Babys eingeleitet, und zwar wegen Kindestötung nach der Geburt, aber auch wegen Mordes. Gegen den Lebensgefährten der Frau laufen parallel Untersuchungen wegen Beteiligung am Mord. (apa/red)

15.6.2005 13:16