Mittwoch, 15. Juni 2005

Vor Einsatz in Afghanistan: Mehr als 1.200 österreichische Soldaten sind im Ausland!

  • Fast die Hälfte der Auslands-Soldaten ist im Kosovo

Mehr als 1.200 österreichische Soldaten leisten derzeit im Ausland Dienst. Insgesamt ist Österreich zur Zeit an 13 Einsätzen beteiligt, größere Kontingente mit jeweils mehreren 100 Personen sind am Golan zwischen Syrien und Israel, im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina stationiert.

Der neuerliche Afghanistan-Einsatz dient zur Unterstützung der internationalen Truppen rund um die Parlamentswahl am 18. September.

Das größte Kontingent ist mit aktuell 531 Personen bei KFOR im Kosovo stationiert. Österreich ist seit 1999 an der Aktion beteiligt. Dem Balkan-Schwerpunkt von Verteidigungsminister Platter entspricht auch die Beteiligung an der seit vergangenem Jahr von der EU geführten Mission in Bosnien-Herzegowina. Das österreichische Kontingent bei EUFOR "Althea" ist derzeit 282 Personen stark. Das Bundesheer war zum ersten Mal von 1996 bis 2001 in Bosnien engagiert.

Seit 1974 zwischen Israel und Syrien stationiert
Der längst andauernde Auslandseinsatz ist der bei der "United Nations Disengagement Observer Force" UNDOF auf den Golan-Höhen zwischen Israel und Syrien. Seit 1974 waren dort mehr als 24.000 Österreicher im Einsatz. Österreichische Soldaten betreiben in der Pufferzone zwischen den beiden Staaten u.a. auf dem 2.814 Meter hohen Mount Hermon den höchst gelegenen UNO-Beobachterposten. Der Golan ist nach dem Ende des Engagements in Zypern im Sommer 2001 der letzte verbliebene klassische Blauhelm-Einsatz des Bundesheeres unter UNO- Kommando.

Zu den drei bzw. vier großen Kontingenten kommen Beobachtermissionen: U.a. im Sudan, in Zypern, Georgien, Äthiopien und der Westsahara. Insgesamt waren seit dem Engagement im Kongo im Jahr 1960 rund 60.000 österreichische Soldaten im Auslandseinsatz. (apa)

15.6.2005 11:16