Kommunikationsfehler: Falscher Brand-alarm in Behindertenheim in Bruck/Leitha
- Großeinsatz von Feuerwehren und Rettungskräften
- Kommunikationsfehler zwischen den Beteiligten
Die Meldung von einem "Brand" in einem Behindertenheim der Lebenshilfe in Bruck a.d. Leitha am frühen Dienstagabend dürfte auf eine "Verkettung unglücklicher Umstände" zurückzuführen sein. Laut Hauptmann Leopold Holzbauer von der Gendarmerie Bruck a.d. Leitha hätte es im Zusammenhang mit einer Übung eine so genannte stille Alarmierung geben sollen, erfolgt sei jedoch eine Großalarmierung.
Die Behörde war am Mittwoch dabei, in der Causa "finalisierend zu erheben", so der Offizier zur APA. Offensichtlich habe es "Kommunikationsfehler" gegeben. Dadurch sei untergegangen, dass es sich um eine Einsatzübung handle - und ein Ernstfall weitergegeben worden.
Holzbauer verwies darauf, dass die Gendarmerie "keine gerichtlichen Vorerhebungen" führe. Er betonte außerdem, dass bei dem "Brand" das Zusammenspiel der Einsatzkräfte ebenso wie die Evakuierung des Heimes gut funktioniert hätten. Die Regie zu der Übung sei demnach "okay" gewesen. Die Gendarmen "waren nicht eingeweiht".
"Ich habe von der Übung gewusst", sagte Klaus Wimmer, Kommandant der FF Bruck a.d. Leitha. Er sprach von einer "Verkettung unglücklicher Umstände". Es sei "unbestritten", dass etwas "schief gegangen" sei. Wimmer weiter: "Es hat niemand vorsätzlich oder mutwillig gegen Gesetze verstoßen wollen." Der FF-Kommandant sah aber ebenfalls einen "positiven Effekt": "Von den Einsatzorganisationen her hat alles funktioniert."
Heimleiterin Carina Purger verwies im Gespräch mit der APA darauf, dass die Übung mit Klaus Wimmer abgesprochen gewesen sei. "Es war kein Alleingang von mir." Das Heim in Bruck a.d. Leitha biete Platz für 22 geistig und mehrfach behinderte Menschen. Es sei ihr ein Anliegen, für einen eventuellen Ernstfall gerüstet zu sein, daher die Übung, so Purger. (apa)
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