Dienstag, 14. Juni 2005

Schimmelbefall im Tiroler Landesmuseum: Schaden an Klimaanlage Wurzel des Übels

  • Zahlreiche Kunstwerke sind bereits beschädigt worden

Mit Schimmelbefall hat man im neuen Depot im Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck zu kämpfen. Zahlreiche Kunstwerke seien bereits beschädigt worden, erklärte Kulturlandesrätin Zanon am Dienstag. Die Objekte in den Ausstellungsräumen seien nicht gefährdet, hieß es.

Durch einen Schaden der Klimaanlage sei in dem Depot Kondenswasser ausgetreten. Die Feuchtigkeit habe den Schimmelbefall ausgelöst. In dem Depot sind rund 3.000 Bilder und andere Kunstobjekte sowie wertvolle Landesleihgaben gelagert.

Die Höhe des entstandenen Schadens sei derzeit nicht bekannt, er dürfte aber groß sein, sagte Zanon. Sie zeigte sich empört über die mangelnde Information durch die Führung des Museums. Das Problem mit der Klimaanlage sei seit Jänner bekannt gewesen. Es sei jedoch immer heruntergespielt worden.

Eine Arbeitsgruppe soll nun eine Liste der beschadeten Objekte erstellen und Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise machen. Dann werde man über Konsequenzen entscheiden, erklärte Zanon. Es führe aber kaum ein Weg daran vorbei, das Tiroler Landesmuseum künftig in Form einer GmbH zu führen. Der Museumsverein in seiner bisherigen Form sei nicht mehr zeitgemäß.

(apa)

14.6.2005 15:44