Theater in der Josefstadt: Herbert Föttinger ab Saison 2006/07 neuer Direktor
- Schauspieler galt schon längere Zeit als Favorit
Der Schauspieler und Regisseur Herbert Föttinger (43) wird neuer Direktor des Theaters in der Josefstadt. Föttinger folgt ab der Saison 2006/07 auf den derzeitigen künstlerischen Leiter Helmuth Lohner. Föttinger wurde am Dienstag Vormittag in einer Ensembleversammlung den Schauspielern des Theaters in der Josefstadt als kommender Direktor vorgestellt.
Föttinger galt schon längere Zeit als Favorit für den Posten. Seine Ernennung musste jedoch bis nach der Gründung der Josefstadt-Stiftung warten. Er wurde am 25. Juli 1961 in Wien geboren. Sein Debüt am Theater in der Josefstadt gab er 1993 als Strizzi Alfred in Ödon von Horvaths "Geschichten aus dem Wienerwald" in einer Inszenierung von Karlheinz Hackl. Seit 1993 ist er auch Ensemblemitglied und wurde mit zahlreichen Hauptrollen zum Star des Theaters.
"Tradition im Griff aber Zukunft im Auge"
Die Bestellung von Herbert Föttinger zum künftigen künstlerischen Direktor des Theaters in der Josefstadt ab 1. September 2006 wurde durch den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes der neuen "Theater in der Josefstadt-Privatstiftung", Günter Rhomberg, auf einer Pressekonferenz offiziell bekannt gegeben. Föttingers Vertrag wird vorerst fünf Jahre laufen.
Voraussichtlich wird Föttinger bereits ab Herbst neben dem bisherigen Alleingeschäftsführer Alexander Götz als Geschäftsführer eingesetzt, soll dabei jedoch in die künstlerische Autonomie von Helmuth Lohner nicht eingreifen. Götz bleibt kaufmännischer Geschäftsführer. Sein Vertrag läuft bis 2009.
Rhomberg erklärte, in "sehr vielen Gesprächen" die er seit Februar mit Föttinger geführt habe, zum Schluss gekommen zu sein, Föttinger sei "ein Mann, der ein hohes Potenzial in sich birgt, ein sehr guter Direktor dieses Hauses zu werden. Er ist es nicht. Man wird aber nicht zum Direktor geboren, es gibt auch keine Schulen dafür." Es sei "dringend notwendig, einen Generationswechsel zu machen."
Föttinger zeigte sich gerührt über das große Vertrauen, das ihm auch vom Ensemble des Hauses entgegengebracht werde. Die Josefstadt sei "eine der traditionsreichsten und besten deutschsprachigen Bühnen": "Ich habe die Tradition im Griff, aber die Zukunft im Auge".
Föttinger will einiges verändern
Herbert Föttinger betonte auf Nachfrage, er habe sich der Josefstadt-Publikumslieblinge "versichert" und habe auch Wunschschauspieler und -regisseure. Diese werde er jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Konkrete Vorstellungen hat er zu den künftigen Josefstadt-Gagen: "Ich werde eine neue Gagenstruktur einführen, sehr gerecht, sehr transparent, so, dass ich das jedem jederzeit zeigen kann." Seine eigene Gage soll auch eine jährliche Regie beinhalten. Schauspielereinsätze werden nach den üblichen Sätzen abgegolten.
(apa)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien11:23
Weitere sechs ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
