Happy Birthday, Alfred Worm! NEWS- Herausgeber feiert seinen 60. Geburtstag!
- Aufdeckung des AKH-Skandals als journalistische Großtat. Fünfjähriges Polit-Intermezzo in den Achtzigern
Er deckte den AKH-Skandal und viele andere auf und gilt als einer der profiliertesten Investigativjournalisten des Landes: Alfred Worm, Co-Herausgeber von NEWS, wird heute 60 Jahre alt. Worm war ein journalistischer Quereinsteiger: Der Ingenieur arbeitete zehn Jahre als Bauleiter in der Privatwirtschaft, bevor er 1974 zum "profil" ging, für das er, abgesehen von einem politischen Intermezzo in den 80er Jahren, bis zu seinem Wechsel zu NEWS im Jahr 1994 recherchierte.
Ing. Alfred Worm kam am 14. Juni 1945 in Gmünd (NÖ) zur Welt und absolvierte an der HTL Mödling eine Ausbildung zum Tiefbauingenieur, die er 1964 abschloss. Zehn Jahre lang arbeitete der Bundesheer-Offizier der Reserve in der Privatwirtschaft, bis er im Zuge des Bauring-Skandals Geschmack im investigativem Journalismus fand. Er ging zum "profil" und sorgte dort 1980 mit der Aufdeckung des Skandals beim Bau des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) für einen Knalleffekt.
1994 Wechsel zu NEWS
1983 wechselte Worm in die Politik, genauer gesagt zu Erhard Buseks "bunten Vögeln" in der Wiener ÖVP. Bis 1988 war er ÖVP-Abgeordeter im Wiener Landtag und zugleich Vertriebsleiter im Wirtschaftstrend-Zeitschriftenverlag. Nach dem Abschied aus der Politik kehrte er wieder in den Journalismus zurück. 1994 schließlich, bei "profil" war er zuletzt stellvertretender Chefredakteur, heuerte er als Mitglied der Chefredaktion bei NEWS an, wo er seit 1999 Co-Herausgeber ist. Bei dem Nachrichtenmagazin galt er unter anderem als erster Ansprechpartner des im Vorjahr verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil.
Prozess-Sieg gegen Sinowatz
Für innenpolitisches Aufsehen sorgte Mitte der 80er Jahre ein Verfahren, das Altbundeskanzler Fred Sinowatz gegen Worm angestrebt hatte. Worm hatte geschrieben, dass Sinowatz in einer Sitzung des burgenländischen SP-Vorstandes vom Oktober 1985 von der "braunen Vergangenheit" des damaligen Präsidentschaftskandidaten Kurt Waldheim gesprochen habe. Worm wurde freigesprochen, Sinowatz aber wegen falscher Zeugenaussage verurteilt.
Schon 1981 mit Renner-Preis ausgezeichnet
Der 1981 mit dem Renner-Preis für Publizistik ausgezeichnete Worm ist Träger des Berufstitels "Professor" und Verfasser zahlreicher Bücher zu unterschiedlichsten Themen. Zuletzt erschien im Verlag Ueberreuter ein "Streitgespräch mit Jörg Haider", andere Publikationen widmeten sich Gesundheit- und Wissenschaftsthemen sowie der katholischen Kirche und - natürlich - dem AKH-Skandal. Worm ist Lektor am Institut für Publizistik der Uni Wien sowie an der Universität für Angewandte Kunst.
(apa/red)
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