Reisebranche freut sich über Buchungs- Zuwachs: Vor allem Geschäft im Web boomt
- Bis Jahresende wird Umsatzplus von 5 Prozent erwartet
- Österreicher verreisen heuer öfter, Qualität ist gefragt

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Die Reisebranche kann sich nach einem schwachen ersten Quartal 2005 nun über Buchungs- und Umsatzzuwächse bei Sommerurlauben freuen. Die Österreicher verreisen heuer öfter, teurere Qualitätsreisen sind gefragt, die Buchungen werden immer kurzfristiger, vermeldet der Österreichische Reisebüroverband (ÖRV). Das stärkste Wachstum verzeichnen Direktbuchungen über das Internet.
Von Jänner bis März 2005 waren die heimischen Reisebüros mit einer katastrophen- und konjunkturbedingten Buchungsflaute konfrontiert, berichtet ÖRV-Präsidentin Annemarie Richard. Seit April hätten die Buchungen aber "deutlich angezogen". Für Mai, Juni und den restlichen Sommer seien "gute Zahlen" zu erwarten. Für das Gesamtjahr 2005 erwarten die Reisebüros ein Umsatzplus von fünf Prozent. Im Vorjahr haben rund 1,2 Millionen Österreicher eine Pauschalreise gebucht, der Umsatz der heimischen Reisebüros lag bei 2,3 Milliarden Euro.
Türkei ist Nummer 1 im Sommer
Die beliebteste Sommerurlaubsdestination der Österreicher - die Türkei - verzeichnet laut ÖRV derzeit ein fünfprozentiges Buchungsplus, dahinter folgen Griechenland - mit einem Plus von zehn Prozent ebenfalls ein "Gewinner der Saison" - und Spanien, wo die Buchungen nach einem starken Vorjahr stagnieren. Zuwächse verzeichnen auch Zypern (plus 15 Prozent), Tunesien (plus zehn Prozent) sowie Marokko und Portugal. Die Buchungen in die Arabischen Emirate haben sich dank Spezialaktionen sogar verdoppelt. Zugelegt haben auch Fernreisen (vor allem USA) und der Bodentourismus (Anreise mit dem Auto), wo sich vor allem Kroatien und Italien guter Nachfrage erfreuen.
Rückgänge bei Asien-Reisen
Rückgänge werden hingegen bei Reisen nach Asien verzeichnet. Vor allem Südostasien leide nach der Tsunami-Katastrophe unter Buchungseinbrüchen, in den betroffenen Regionen seien die Buchungen um 50 Prozent zurückgegangen, berichtete Kuoni Österreich- Geschäftsführer Gunter Hölbl. (apa)
