Donnerstag, 9. Juni 2005

Präsentation von Höplers Lagenweinen im stylishen K47 über den Dächern Wiens

  • Pinot Noir Rosenberg und Blaufränkisch Kirchberg 2003

Einen passenderen Ort als die Trendlocation K47 über den Dächern Wiens konnte Christoph Höpler für die Präsentation seiner beiden Lagenweine wohl kaum finden: Überragend, elitär und dem Zeitgeist entsprechend. Geladen waren Journalisten, Wein-Experten und Händler, die das gesamte Höplersche Sortiment verkosten durften.

Der Star des Abends war für mich der Pinot Noir Rosenberg 2003, der durch Ausgewogenheit, Harmonie und Vielschichtigkeit brillierte. Eine nicht aufdringliche, aber nachhaltige Nase mit dunklen Beeren, Kirsche und Preiselbeer bewies mit Nuancen von Leder und Vanille vornehme Subtilität. Das Holz ist bereits wunderschön und harmonisch integriert, der Gaumen wird samtig und einladend umschmeichelt. Der Rosenberg bleibt erfreulich lange haften ohne pelzig zu werden, ein mineralisch geprägtes Terroirgeschöpf das schon jetzt viel Freude macht.

Deutlich robuster und resoluter präsentierte sich der Blaufränkisch Kirchberg 2003, der zum ersten Mal gefüllt wurde. Wenn man manchen Winzern glauben darf, dass die Jungfernlese bereits alles über die Zukunft des Weingartens aussagt, dann kann man Christoph Höpler nur gratulieren. Der Kirchberg ist zwar noch schwer zugänglich und tanninschwer, aber sein enormes Potenzial konnte er nicht verbergen. Der Barriqueeinsatz ist mit seinem Toasting und dem Vanillearoma deutlich wahrnehmbar und je länger man sich mit ihm befasst, desto mehr lernt man seinen würzigen und rauchigen Charakter zu schätzen. Ein Wein mit Ecken und Kanten, die von der Zeit sicherlich noch ein wenig harmonischer geschliffen werden. (Bernhard Degen)

9.6.2005 17:15