Mittwoch, 8. Juni 2005

Der Bulle macht blau

  • Ottfried Fischer – ein Jahr Bullen-Pause

Die Abrechnung mit Society, TV-Biz und sich selbst: „Ich bin eine Quotennutte.“
Fischer: Warum er kein Frustfresser ist. Warum er im Fernsehen keinen Sex hat. Was er zu Österreich sagt.

Seine Breitenwirkung ist unerreicht. Weil er so breit ist, wie es seine, je nach Gemütslage, 150 bis 180 Kilo verlangen. Und weil er wie kein anderer wirkt: Je nach Wetterlage bei 750.000 bis 1.000.000 österreichischen Fernsehzuschauern, die sich in süchtiger Treue die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung seiner Rustikal-Krimis reinziehen. Ottfried Fischer, Quotengott – und jetzt der Schock!
Noch bis Ende Juni steht der 52-jährige Bayer vor der Kamera, um die 58. Episode seines „Bullen von Tölz“ abzudrehen. Doch dann macht der Kult-Kiberer für ein Jahr blau. Zunächst flüchtet er für fünf Wochen in sein Blockhaus in den kanadischen Wäldern.

Kleiner Trost: In seinen Ferialjobs als „Pfarrer Braun“ und „Pfundskerl“ (28. Juni nächste neue Folge im ORF) bleibt er bei drastisch reduziertem Arbeitstempo zwar noch aktiv, auch die bislang letzte neue Bullen-Folge flimmert noch im Sommer (7. August) über die Bildschirme.

Doch Ottfried Fischer selbst, der will bis zum nächsten Frühsommer nichts mehr mit seinem Über-Ich Benno Berghammer zu tun haben! Warum, das verrät er im großen NEWS-Interview: Ottfried Fischer, seine Abrechnung vor dem Abgang …

NEWS: Herr Fischer, kaum ist Ende Juni die letzte Bullen-Klappe gefallen, flüchten Sie mit Kind und Kegel nach Kanada. Ist das der Versuch, nach zehn Jahren Nonstop-Dreh Ihr Über-Ich Benno Berghammer abzuschütteln?
Fischer: Drastisch formuliert ist es schon eine Flucht, weil ich mich endlich nach Ruhe von all diesem Vereinnahmungsstress sehne: Wenn ich in Tölz drehe, und die Leute sehen stundenlang zu, wie ich zum fünften Mal einen Weg rauf- oder runtergehe, dieses aquarienhafte Zuschauen, das zieht einem bei aller Sympathie für die Fans den Nerv. Außerdem fragten der Benno und die Sabrina ja nicht mehr viel mehr als: „Wo waren Sie zum Tatzeitpunkt?“ Es war nötig, eine Pause zu machen und das Produkt neu zu überdenken. Die Figuren haben einfach kein Fett mehr.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen NEWS

8.6.2005 16:45