Bei SW Bregenz gehen die Lichter aus:
Klub brachte den Konkursantrag ein
- Insolvenzantrag an Landesgericht Feldkirch geschickt
- Chancen auf einen Zwangsausgleich sind gering
·SW Bregenz strebt Zwangsausgleich an
Hans Grill: Damit könnte der Klub bestehen bleiben
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Der abgestiegene und lizenzlose Vorarlberger Fußball-Bundesligist SW Bregenz stellt definitiv Konkursantrag. "Der Antrag geht noch heute eingeschrieben per Post hinaus", sagte Vereinsanwalt Stephan Wirth am Dienstagnachmittag gegenüber der APA. Aus juristischer Sicht sehe er ausgehend von den Zahlen derzeit keine Möglichkeit auf einen Zwangsausgleich, man werde aber nichts unversucht lassen, so Wirth.
Um einen Zwangsausgleich erfüllen zu können, müsste SW Bregenz mindestens 20 Prozent der Verbindlichkeiten abdecken. "Meine diesbezüglichen Bedenken haben sich massiv erhärtet", sagte Wirth. Allerdings könne sich die Situation in einem anderen Licht präsentieren, falls es möglicherweise Rückstellungen oder Verzichtserklärungen seitens der Gläubiger gebe. "Wir werden bis zuletzt kämpfen", sagte der Vereinsanwalt.
Der Schuldenstand von SW Bregenz beläuft sich auf kolportierte 5,5 bis sechs Mio. Euro. Wirth wollte zu diesen Zahlen bisher nicht Stellung nehmen. Als größte Gläubiger gelten Finanzamt, Gebietskrankenkasse und die Familie von Vereinspräsident Hans Grill. Berichten der Vorarlberger Zeitungen "Vorarlberger Nachrichten" und "Neue Vorarlberger Tageszeitung" zufolge hat Grill bereits ein Papier unterschrieben, wonach er den Nachwuchs und die Amateurmannschaft von SW Bregenz an einen noch zu gründenden Nachfolgeverein abtritt. In welcher Liga der neue Klub spielen wird, ist noch unklar.
(apa)
