Dienstag, 7. Juni 2005

Nächster Heimkehrer in die Bundesliga: Auch Mandl spielt bald wieder in Österreich

  • Glückloser Goalie des FC Basel geht zu Nordea Admira
  • Plus: Umstrittener Didulica bleibt bei der Wiener Austria

Der ehemalige österreichische Fußball-Teamtorhüter Thomas Mandl kehrt in die T-Mobile-Bundesliga zurück. Der 26-jährige Burgenländer, der in der vergangenen Saison beim Schweizer Meister FC Basel nicht zum Zug kam, wechselt zur Admira. Mandl unterschrieb bei den Niederösterreichern einen Einjahresvertrag, Trainingsbeginn ist am 13. Juni.

Mandl ist ein weiterer Baustein für die "Admira neu", die Südstädter hatten zuvor bereits mächtig aufgerüstet und Chodadad Azizi, Gerd Wimmer, Michael Horvath, Akos Füzi, Thomas Flögel, Jürgen Panis und Roman Wallner verpflichtet.

Mandl hatte sich in der Schweiz gegen Basels Tormann-Legende Pascal Zuberbühler nie durchsetzen können und zog die vor Jahresende 2004 ausgehandelte Option, den Klub bei fehlenden persönlichen Perspektiven vorzeitig verlassen zu dürfen. Die bisherige Nummer eins der Admira, Grzegorz Szamotulski, wechselte bereits zu Sturm Graz.

Dudulica bleibt bei der Austria
Markus Kraetschmer hat gegenüber der APA Meldungen dementiert, wonach Torhüter Joey Didulica Fußball-Cupsieger Austria Magna verlassen könnte. "Das kommt aus dem Reich der Fantasie", meinte der Klubmanager, der aber bestätigte, dass "eine einzige schriftliche Anfrage von Dynamo Kiew" für den Spieler vorliege. Der Berater des Kroaten soll auch von Real Saragossa ein Angebot erhalten haben.

Didulica sei für den Liga-Dritten auch "in der nächsten Saison eine wichtige Säule. Wenn der Preis stimmt, ist aber kein Spieler unverkäuflich", so der Polster-Nachfolger. Der nach seiner Attacke auf Lawaree nach dem Derby gesperrte Keeper hätte der Austria grundsätzlich signalisiert, dass er bleiben, seinen Vertrag einhalten und diesen sogar verlängern wolle. Laut Kraetschmer hat Didulica die Erlaubnis, sich die Angebote anhören zu dürfen.

Wagner wird Verein wohl verlassen
Hingegen zeichnet sich ab, dass Michael Wagner als siebenter Aktiver nach Ziegler, Petrous, Ratajczyk, Kitzbichler, Gilewicz und Vastic den Verteilerkreis verlassen wird. Dazu Kraetschmer nach dem jüngsten Verhandlungsgespräch am Montag: "Wir werden nicht zusammenkommen". Was Ab- und Zugänge betrifft, würde die Austria keine Wasserstandmeldungen abgeben. "Es könnte sein, dass wir Ende der Woche die eine oder andere Verpflichtung bekannt geben werden."

Der Austria-Manager hat sich vorgenommen, bis zu Trainingsbeginn am 20. Juni 95 Prozent des Kaders für die am 13. Juli beginnende neue Saison beisammen zu haben. "Wir arbeiten rund um Uhr", so Kraetschmer. Die Zeit drängt deshalb, weil Magna-Magnat Frank Stronach am Wochenende wieder nach Kanada fliegt. "Mit ihm werden alle Transfers besprochen, die neue Mannschaft besitzt nun absolute Priorität".

Stronach kommt zum letzten Ostliga-Saison-Spiel
Der Manager möchte aber auch noch sein Konzept mit genauer Verteilung der Kompetenzen und Aufgaben schriftlich dem Boss vorlegen und absegnen lassen. "Ich denke es wird passen", meint Kraetschmer. Und dann hat Stronach noch einen Termin. Er will am Samstag mit den violetten Amateuren nach dem Ostliga-Saison-Kehrhaus den Meistertitel und den Aufstieg feiern.

"Das ist für uns eines der wichtigsten Spiele der jüngeren Vergangenheit, Frank möchte sich diese Partie anschauen", sagt Workaholic Kraetschmer. Sollten es die jungen Schützlinge mit einigen Hollabrunner Stronach-Akademikern wirklich schaffen, dann wären sie die ersten Amateure, die im heimischen Profi-Fußball mitspielen. Mit einem Sieg wäre man ganz sicher im violetten Fußball-Himmel, aber auch ein Remis könnte schon reichen. "Wir wollen gewinnen", kündigte Kraetschmer an.
(apa)

7.6.2005 16:44