Montag, 13. Juni 2005

Räikkönen holt sich Sieg beim Kanada-GP! Ferrari stark: Schumacher 2., Barichello 3.!

  • Klien wird 8. & holt einen Punkt - Montoya disqualifiziert
  • Alonso, Fisichella und Button in Montreal ausgefallen

Der Grand Prix von Kanada hat die Formel-1-WM wieder spannender gemacht. McLaren-Pilot Kimi Räikkönen feierte seinen dritten Saisonsieg und verkürzte den Abstand auf den ausgeschiedenen WM-Leader Fernando Alonso im Renault auf 22 Punkte, zudem durfte der Titelverteidiger Michael Schumacher mit Rang zwei wieder etwas aufatmen. Sein Teamkollege Rubens Barrichello komplettierte mit Rang drei das unerwartet gute Ferrari-Ergebnis, Christian Klien holte im Red Bull seinen vierten WM-Punkt.

Das achte Saison-Rennen verlief turbulent, vor allem im Mittelteil. Denn in den ersten 30 Runden waren die Positionen an der Spitze so ziemlich bezogen, nachdem die erste Reihe nicht so recht vom Start weg gekommen war. Pole-Mann Jenson Button im BAR-Honda und Michael Schumacher mussten zusehen, wie sie von den Renaults von Giancarlo Fisichella und Alonso noch vor der ersten Kurve überholt wurden.

Schumacher wurde zudem auch von Räikkönen und seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya ausgebremst und fand sich nach Runde eins nur auf Platz sechs wieder. "Wir haben uns mit diesem Startplatz zu Beginn natürlich ein bisschen mehr erwartet, aber das ging in die Hosen", meinte der siebenfache Weltmeister.

Renault und McLaren vorne weg
Vorne setzten sich in Folge bis zu den ersten programmgemäßen Boxenstopps Fisichella und Alonso fest, dahinter reihten sich Montoya und Räikkönen ein. Als Fisichella seinen Wagen in der 32. Runde wegen eines technischen Defekts abstellen musste, fing das Favoritensterben an. Alonso folgte sechs Runden später, der Iberer touchierte eine Mauer und beschädigte seine linke Hinterradaufhängung.

Damit lagen Montoya und Räikkönen voran, doch die 47. Runde sollte mit dem Ausfall von Button eine weitere Wende bringen. Dem britischen BAR-Honda-Fahrer passierte Ähnliches wie Alonso, worauf eine Safety-Car-Phase folgte. In dieser missachtete Montoya eine rote Ampel bei der Boxenausfahrt, per schwarzer Flagge wurde er aus dem Rennen geholt.

Lästiger Schumacher
Damit schien der Weg frei für Räikkönen, doch Schumacher wurde dem Finnen auf dessen Weg zu seinem fünften GP-Sieg noch lästig. Dahinter musste auch der WM-Dritte Jarno Trulli im Toyota aus dem Rennen, womit Barrichello trotz Starts aus der Boxengasse noch auf das Podest kam. "Das hat Spaß gemacht, man lernt auch nach 200 Grand-Prix-Rennen immer noch etwas dazu", meinte der Brasilianer bei der Pressekonferenz zufrieden.

Vorne änderte sich in den letzten Runden nichts mehr, Räikkönen blieb von einem Zwischenfall wie dem Reifenplatzer auf dem Nürburgring verschont. "Wir hatten während des Rennens Probleme mit der Lenkung, sie war etwas linkslastig. Aber das haben wir in den Griff bekommen, und sonst hat alles gepasst - Bremsen und Motor waren perfekt", erklärte der Finne. "Am Ende bin ich so schnell wie nötig gefahren, um vor Michael zu bleiben."

"Wir sind glücklich!"
Schumacher hatte in dieser Phase auf einen Fehler des Skandinaviers gehofft. "Ich war da vielleicht ein bisschen schneller als Kimi, aber zum Überholen nicht schnell genug. Aber mit diesem Ergebnis sind wir natürlich glücklich. Wir haben das Fahrzeug über das Wochenende gut entwickelt." Ferrari brachte heuer erstmals beide Wagen auf das Podest, für Schumacher war es der zweite zweite Platz nach Imola.

Klien profitierte bei seinem Comeback ebenfalls von den zahlreichen Ausfällen, ansonsten wäre kein WM-Punkt drinnen gewesen. So aber platzierte er sich unmittelbar hinter seinem Kollegen David Coulthard, womit Red Bull Racing das zweite Team mit beiden Wagen in den Punkten war. Klien: "Das war mein schwerstes Rennen, das Auto hat stark übersteuert. Es ist schön, gleich beim Comeback wieder in den Punkten zu sein. Ich bin überglücklich."

Der Kärntner Patrick Friesacher schied nach einem unauffälligen Rennen auf den hinteren Plätzen in der 39. Runde aus, sein niederländischer Minardi-Kollege Christijan Albers klassierte sich als Letzter und damit auf Rang elf.

(apa/red)

13.6.2005 10:08
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