Freude bei Christian Klien: Österreicher könnte bis Saisonende Cockpit fix haben!
- Mateschitz will Vorarlberger Kontinuität ermöglichen
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Nach Kanada-Rennen:
Seit neun Rennen sieglos
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Christian Klien kehrte am Wochenende in Montreal wieder in das Red-Bull-Renncockpit zurück und könnte dort längere Zeit verbringen als angenommen. Das hat nun auch RB-Boss Dietrich Mateschitz in der jüngsten Ausgabe des Fachblattes Motorsport aktuell angedeutet. "Wir glauben, dass es richtig ist, Klien jetzt eine größere Reihe von Rennen und eine gewisse Kontinuität zu ermöglichen", sagte Mateschitz in MSA.
Klien hatte die drei ersten F1-Saisonrennen in Australien, Malaysia und Bahrain bestritten und war dann für vier Läufe vom Teamkollegen Tonio Liuzzi im zweiten Red Bull abgelöst worden. Dass der Vorarlberger nun sogar mehr als die vier auf jeden Fall fixierten Rennen bestreiten könnte, hatte auch RB-Sportdirektor Helmut Marko vergangenen Sonntag bestätigt.
"Ich würde sogar sagen, bis auf weiteres", ergänzte nun Mateschitz im MSA, wo die Aussagen so ausgelegt werden, dass Klien nun sogar bis Saisonende durchgehend im Rennauto sitzen könnte. Man werde sich anschauen, ob sich während der Saison neue Möglichkeiten ergäben, was die Cockpits betreffe, so Mateschitz: "Wenn es nicht anders geht, wird vielleicht Liuzzi nochmals für ein, zwei Rennen zurückkommen."
Vier Rennen - in Imola, Barcelona, Monte Carlo und am Nürburgring - war Klien durch Tonio Liuzzi ersetzt worden. Weil in Montreal und Indianapolis nun US-Fahrer Scott Speed den dritten Piloten gibt, ist der Italiener vorerst arbeitslos. Eine Situation, die Red Bull möglichst schnell ändern will. Eine Variante wäre, einen jungen RB-Piloten anstelle des chronisch erfolglosen Jacques Villeneuve bei Sauber unterzubringen. Der Kanadier musste sich ausgerechnet vor dem Heimrennen auf dem nach seinem Vater benannten Kurs von Teamchef Sauber anhören, dass er einfach zu langsam sei.
Klien: "Wir haben zu viele Fahrer"
Auch Klien ist bewusst, dass ein wildes Gerangel um die begehrten F1-Cockpitplätze ausgebrochen ist. "Es stimmt. Wir haben zu viele Fahrer", sagte Klien in Montreal. "Man könnte die ganze Zeit darüber nachdenken, dass sie hinter dir bereits Schlange stehen und in dein Cockpit drängen. Aber ich konzentriere mich auf meinen Job. Ich versuche, schnell zu sein und die Leute um mich herum und im Paddock zu beeindrucken. Mehr als das kann ich nicht tun."
Zumindest für Klien ist aber Beruhigung in Sicht. Bei Red Bull Racing ist man zur Erleuchtung gekommen, dass interne Konkurrenz zwar durchaus schnell machen kann, ein Rotationssystem aber auch kontraproduktiv sein kann. Klien etwa muss deshalb in Montreal als Erster ins Qualifying, ein klarer Startnachteil. (apa/red)
