Tennis: Roger Federer gewinnt zum
dritten Mal en suite das Turnier in Halle
- 29. Titel für den Schweizer und sein 29. Rasensieg
- Auch Andy Roddick schafft in Queens den Hattrick
Roger Federer und Andy Roddick haben mit ihren jeweils dritten Turniersiegen en suite in Halle bzw. Queens (London) ihre gute Form im Hinblick auf das am 20. Juni beginnende dritte Grand-Slam-Turnier in Wimbledon bewiesen. Federer peilt nun auch den dritten Triumph in Londons Tennis-Mekka in Folge an.
Mit einem 6:4,6:7(6),6:4 über Australian-Open-Sieger Marat Safin (RUS) baute der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz am Sonntag seine Erfolgsserie auf Gras auf 29 Siege aus. Zugleich revanchierte er sich für die knappe Halbfinal-Niederlage gegen Safin in Melbourne Ende Jänner.
Der als Nummer zwei gesetzte Roddick setzte sich in Queens gegen den kroatischen Aufschlag-Riesen zwei Mal im Tiebreak mit 7:6 (7),7:6(4) durch. Das Triple beim traditionsreichen Warm-up-Turnier für Wimbledon hat Roddick erst erst als dritter Spieler nach John McEnroe und Lleyton Hewitt geschafft. Der 2,08-m-Hüne Karlovic, übrigens der größte Akteur im ATP-Circuit, stand erstmals in einem ATP-Endspiel und hatte bis ins Finale weder einen Satz noch auch nur ein Mal seinen Aufschlag abgegeben.
In Halle verlängerte Federer seine tolle Serie auf Gras. Der Schweizer hat auf diesem Belag zuletzt 2002 in der ersten Runde der All England Championships gegen den Kroaten Mario Ancic verloren. Der Erfolg im Endspiel bescherte dem 23-Jährigen den 29. Turniersieg seiner Karriere, den siebenten in diesem Jahr und das 20. gewonnene Finale nacheinander. Der Lohn für den Führenden des Champions Race waren 96.000 Euro.
Safin verpasste in einem Finale auf zeitweise hohem Niveau seinen 16. Turniersieg. Sein inzwischen nicht mehr aktiver Landsmann Jewgenij Kafelnikow hatte in Halle ebenfalls drei Mal triumphiert, allerdings nicht nacheinander. Auch dieses Kunststück gelang Federer als erstem Spieler.
Der Titelverteidiger gab eine schnelle 3:0-Führung im ersten Satz allerdings prompt wieder ab und leistete sich in den vielen Grundlinienduellen ungewöhnlich leichte Fehler. Doch Safin patzte noch öfter: Mit zwei unerzwungenen Fehlern gab der Moskauer den Satz ab und ließ danach schon zum zweiten Mal seinen Schläger fliegen.
Der 25-Jährige malträtierte sein Spielgerät erneut, als er im zweiten Satz zwei Breakchancen zum 4:3 ausließ und nörgelte mit dem Schiedsrichter herum. Doch Safin nutzte seinen zweiten Satzball mit einem Ass und gewann erstmals ein Tiebreak gegen Federer.
Der Schweizer blieb gelassen, schaffte im letzten Satz ein Break zum 2:1 und stieß einen befreienden Schrei aus, als der siebente Erfolg im neunten Vergleich gegen den einstigen US-Open-Sieger Safin feststand. Beide standen sich danach auch noch im Doppel-Finale gegenüber.
(apa)
