Schlag gegen Rebellen im Irak: US-Armee tötet bei Luftangriff rund 40 Aufständische!
- Luftwaffe feuerte 7 Präzisionsraketen auf Zarqawi-Treue
- Bagdad: Bei Anschlagsserie starben über 30 Menschen
·Anschlag im Irak: 23 Menschen getötet!
Mann mit Sprengstoffgürtel
in irakischer Militärkantine
·Ein blutiger Tag für
den Irak: 30 Tote!
Angriff auf Kontrollpunkt. Attentat vor Bank in Kirkuk
·Irak: US-Armee tötet
40 Aufständische!
Luftangriff mit Präzisions- raketen fand in Kaim statt
Angesichts der anhaltenden Gewalt im Irak haben die US-Streitkräfte ihre Angriffe auf Aufständische verstärkt. Nach Militärangaben feuerte die Luftwaffe am Samstag nahe der syrischen Grenze Raketen auf mutmaßliche Anhänger des jordanischen Extremisten Abu Mussab al Zarqawi ab und tötet etwa 40 von ihnen. Zuvor waren landesweit rund 35 Menschen weiteren Anschlägen zum Opfer gefallen.
Die Luftangriffe fanden nahe der syrischen Grenze im Bereich der Stadt Kaim statt, die als Hochburg der Anhänger Zarqawis, des Chefs von Al Kaida im Irak, gilt. Schwer bewaffnete Männer hätten dort bei der Ortschaft Karabila Straßensperren errichtet und Autofahrer bedroht, hieß es in einer Erklärung der Marineinfanterie. Die US-Luftwaffe habe sieben Raketen mit Präzisionslenkung gegen die Rebellen eingesetzt. Ob dabei auch Zivilpersonen ums Leben kamen, wurde nicht bekannt. Bei zwei Großoffensiven in der Region von Kaim töteten die US-Streitkräfte im vergangenen Monat rund 140 Aufständische.
Anschlagsserie fordert mindestens 35 Menschenleben
In Bagdad riss ein als Polizist verkleideter Selbstmordattentäter am Samstag in Bagdad mindestens fünf Menschen mit in den Tod. Nach Polizeiangaben zündete der Mann seinen Sprengsatz während des Morgenappells vor dem Hauptquartier der Brigade Wolf. Diese Kommando-Einheit ist direkt dem Innenministerium unterstellt. Führende sunnitische Politiker haben die Brigade Wolf beschuldigt, sunnitische Geistliche entführt und getötet zu haben.
Südlich der Hauptstadt überfielen Aufständische einen Minibus und töteten der Polizei zufolge elf Bauarbeiter. In Najaf explodierte eine Bombe auf einem Friedhof und tötete zwei Iraker, darunter ein achtjähriges Mädchen. Bei einem Angriff auf einen Konvoi des Innenministeriums wurden drei Mitglieder einer weiteren Kommandotruppe getötet. Ferner sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto vor der slowakischen Botschaft in Bagdad in die Luft. Dabei wurden vier Menschen verletzt.
In einem nördlichen Stadtteil von Bagdad wurden zwei irakische Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma von US-Soldaten getötet. Ihr Auto fuhr nach Militärangaben so langsam vor einem amerikanischen Konvoi, dass die Soldaten Warnschüsse abgaben. Die Iraker hätten zurückgefeuert und seien daraufhin erschossen worden, sagte ein Militärsprecher.
Zwei Mitarbeiter des irakischen Ölministeriums wurden in der Nacht zum Samstag im Süden Bagdads getötet. Im Westen des Iraks kamen zwei amerikanische Marineinfanteristen ums Leben. Erst am Freitag hatte ein Autobombenanschlag neben einem Restaurant in Bagdad zehn Menschen das Leben gekostet, darunter auch zwei Kinder. 28 Menschen wurden verletzt.
Nach Razzia: Rückgang der Autobombenanschläge
Der irakische Innenminister Bajan Jabr erklärte derweil, infolge der jüngsten Razzia gegen Aufständische sei die Zahl der Autobombenanschläge in der Hauptstadt drastisch zurückgegangen. Statt zwölf gebe es nur noch durchschnittlich zwei Anschläge pro Tag. Im Zuge der vor zwei Wochen gestarteten "Operation Blitz" seien schon mehr als 1.300 Verdächtige festgenommen und 36 Aufständische getötet worden. (apa/red)
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