Freitag, 10. Juni 2005

George W. Bush ist in den USA total unten durch! Niedrigste Umfragewerte seit 2003

  • Führt das Land für nur 35 % in die richtige Richtung
  • Nur 41 Prozent sind mit Irak-Politik einverstanden

Präsident George W. Bush verliert in den USA immer mehr an Zustimmung. In einer Ipsos-Umfrage für die Nachrichtenagentur AP erklärten Anfang Juni nur noch 35 Prozent der Amerikaner, das Land werde in die richtige Richtung geführt. 43 Prozent finden, dass der Präsident seinen Job gut macht, und lediglich 41 Prozent sind mit seiner Irak-Politik einverstanden. Das sind die niedrigsten Werte seit Beginn der Ipsos/AP-Befragung im Dezember 2003.

Allein im vergangenen Monat starben im Irak 80 US-Soldaten und mehr als 700 Iraker. Die Zustimmung zu Bushs Außenpolitik sank seit März um sieben Punkte auf 45 Prozent. Auch mit seiner Innenpolitik kann der Präsident bei den Amerikaner nicht punkten: 37 Prozent begrüßen seine Pläne zur Reform des Sozialsystems, 59 Prozent sind dagegen. In Wirtschaftsfragen stellen ihm nur 43 Prozent ein gutes Zeugnis aus.

Bush, der sich keiner Präsidentenwahl mehr stellen darf, bemerkte vor kurzem zu seinen sinkenden Umfragewerten lakonisch: "Manchmal gehen sie rauf, manchmal gehen sie runter." Der Politologe Charles Franklin von der Universität Wisconsin-Madison wies darauf hin, dass Präsidenten mit einer geringen Popularität Schwierigkeiten hätten, den Kongress von ihren Plänen zu überzeugen.

Ipsos befragte vom 6. bis 8. Juni 1.001 US-Amerikaner. Die Fehlerquote wurde mit plus/minus drei Prozentpunkten angegeben.
(apa/red)

10.6.2005 15:23