EU erteilt Kroatien Absage: Land sei noch nicht reif für die Beitrittsverhandlungen
- Mehr Beeilung im Demokratisierungsprozess gefordert
- Keine 'uneingeschränkte' Kooperation mit UNO-Tribunal
·Barroso übersteht Misstrauensantrag
Nur 35 Abgeordnete im EU-Parlament für Antrag
·EU-Verfassung: Wie geht's jetzt weiter?
Optionen zwischen auf Eis legen und Weitermachen
·Sagt auch Polen das
EU-Referendum ab?
Kwasniewski: "Termin um paar Monate verschieben"
·London sagt Votum zu EU-Verfassung ab!
Blair und Straw verkünden Verzicht auf Referendum
·"Es gibt halt nichts Besseres als die EU"
Grasser plädiert für Fort-setzung der Ratifizierungen
·Ratifizierung soll fortgesetzt werden
Schröder und Chirac bei Abendessen in Berlin einig
·Krisen der EU & wie
sie gelöst wurden
Klicken: Frankreich schon mehrmals verantwortlich
·2x Nein: EU-Staaten stehen unter Schock
Suche nach Ausweg und gemeinsamem Nenner
·Nächste Neins zur Verfassung drohen
40 % der Dänen und 34% der Tschechen dagegen
Die EU hat Kroatien zur Eile gemahnt, um angesichts wachsenden Widerstands in der EU-Öffentlichkeit möglichst rasch die Voraussetzungen für den Beginn von Beitrittsverhandlungen zu erfüllen. Zunächst müsse der Verhandlungsbeginn aber weiter auf Eis liegen bleiben, erklärte Erweiterungskommissar Rehn am Mittwoch. Und auch die Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals, Del Ponte, blieb hart.
Nach Ansicht Del Pontes könne die Zusammenarbeit Kroatiens mit dem Gerichtshof trotz einiger Fortschritte noch nicht als "uneingeschränkt" bezeichnet werden. Die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen war im März von der EU bis auf weiteres verschoben worden - vor allem, weil Kroatien den vom UN-Tribunal gesuchten Ex-General Gotovina noch nicht festgenommen und ausgeliefert hat. Die kroatische Regierung hat mehrfach beteuert, sie wisse nicht, wo sich Gotovina aufhalte.
Für das Haager Tribunal drängt aber immer mehr die Zeit. Der Plan, alle Verfahren bis 2008 und Berufungsverhandlungen bis 2010 zu beenden, könne nicht eingehalten werden, sagte der Gerichtspräsident Theodor Meron. "Ich kann voraussagen, dass Prozesse sich bis 2009 hinziehen werden." Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen gibt es bei den Vereinten Nationen Unwillen zur Aufrechterhaltung des 1993 eingerichteten Tribunals über 2010 hinaus.
Bald könnte sich aber eine weitere Anklage auftun. Der als Kriegsverbrecher gesuchte General Ratko Mladic soll geheime Verhandlungen darüber führen, sich dem Gericht zu stellen. Die Belgrader Wochenzeitung "Evropa" berichtete, der ehemalige General der bosnischen Serben verhandle mit der serbischen Regierung und dem russischen Geheimdienst unter anderem über finanzielle Unterstützung für seine Familie.
Von offizieller Seite wurde dies jedoch dementiert. Indes hat der frühere jugoslawische und serbische Präsident Slobodan Milosevic jegliche Verantwortung für das Massaker an Bosniaken in Srebrenica zurückgewiesen. Er reagierte damit auf ein kürzlich aufgetauchtes Video, welches Teile des Massakers dokumentiert.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien11:23
Weitere sechs ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
