Portugal: Schuldirektor sperrte Elfjährige sechs Stunden lang in Klassenzimmer ein!
- Grund: Wollte den Dieb seiner Geldtasche ermitteln
- Die Eltern der festgehaltenen Schüler wollen nun klagen
Ganze sechs Stunden lang hat der Direktor einer Schule in Portugal eine Klasse Elfjähriger eingesperrt - nun droht ihm eine Anzeige wegen Kindesentführung. Er habe die Klasse in ihrem Zimmer eingeschlossen, um den Dieb einer Brieftasche eines Schülers aus ärmeren Verhältnissen zu finden, sagte Ricardo Cruz portugiesischen Zeitungen vom Dienstag. Über sechs Stunden lang durften die 24 Schüler in der 130 Kilometer nordwestlich von Lissabon gelegenen Stadt Amor den Raum weder für einen Gang zur Toilette, noch für die Mittagspause verlassen.
Er sei überzeugt gewesen, der Dieb werde schnell gestehen, habe aber "nicht bemerkt, wie die Zeit verging", verteidigte sich Cruz. Die Eltern der Kinder wollten diese Erklärung nicht akzeptieren. Die Rechte ihrer Sprösslinge seien verletzt worden, sagte ein Elternsprecher. Als mögliche Konsequenz kündigte er eine Klage wegen Kindesentführung an. Die vermisste Brieftasche übrigens wurde samt Inhalt in einem Waschraum der Schule gefunden.
(apa/red)
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