"Ja, wir haben Liby an die USA überstellt": Pakistan lieferte Al-Kaida-Anführer aus
- Präsident Musharraf bestätigt einen Zeitungsbericht
Pakistan hat das Anfang Mai gefasste Führungsmitglied des Terrornetzes Al Kaida (al-Qaeda), Abu Faraj al-Liby, an die USA ausgeliefert. Das bestätigte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf nach einem Bericht einer in den Vereinigten Arabischen Emiraten erscheinenden Tagezeitung vom Montag. "Ja, wir haben Liby an die USA überstellt. Wir wollen solche Leute nicht im Land haben", zitierte die Zeitung Musharraf.
Liby wird als Nummer drei des Terrornetzwerks beschrieben. Ermittler erhoffen sich von ihm Hinweise darauf, wo sich Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und dessen Vize Ayman al-Zawahiri verstecken. Liby soll als einer der wenigen möglicherweise den Aufenthaltsort der zwei meistgesuchten Männer der Welt kennen. Er soll nach der Festnahme von Khalid Sheikh Mohammed im März 2003 zum Militärchef und Al-Kaida-Chefplaner aufgestiegen sein und auch hinter zwei im Dezember 2003 gescheiterten Anschlägen auf Musharraf stecken.
Der pakistanische Präsident betonte, durch die Festnahme von Al-Kaida-Mitgliedern in Pakistan hätten Anschläge in westlichen Ländern verhindert werden können. (apa/red)
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