Geht Gorbach doch vorzeitig? Miklautsch schließt das Vizekanzleramt nicht mehr aus
- "Ich müsste dann überlegen, wenn sich die Frage stellt"
- Justizministerin sah Entscheidung für BZÖ als "Chance"
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Justizministerin Miklautsch lässt die Frage, ob sie das Vizekanzleramt übernehmen würde, offenbar auf sich zukommen. "Das müsste ich mir dann überlegen, wenn sich die Frage stellt", sagt Miklautsch in einem Zeitungs-Interview. Sie geht davon aus, dass Gorbach seinen angekündigten Rückzug in die Privatwirtschaft noch nicht vollzieht und bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibt.
Dass das BZÖ bei den nächsten Wahlen den Einzug in den Nationalrat schafft, glaubt die stellvertretende Parteichefin schon. Miklautsch verweist in der Freitag-Ausgabe des "Standard" darauf, dass es noch eineinhalb Jahre bis zum Wahltermin sind und "bis dahin wird es gelingen, Strukturen aufzubauen und das Vertrauen der Wähler zu gewinnen".
Dass sie dem BZÖ beigetreten ist, begründet Miklautsch damit, dass sie das "als große Chance für die Zukunft" sehe. "Außerdem bin ich ein Mensch, der gerne Verantwortung übernimmt. Für mich ist das eine großartige Möglichkeit, praktisch Verantwortung zu übernehmen."
An der FPÖ stört sie, dass die Partei "zu sehr mit dem nationalen Lager verbunden" sei. "Das ist eine sehr national ausgerichtete Partei. Das würde mit meinem Wertebild nicht passen, das sozial und liberal ist."
Zur mangelnden Umsetzung des Kärntner Ortstafel-Erkenntnisses sagt Miklautsch: "Hier geht es um schwer greifbare Ängste, die heute für mich rational auch nicht nachvollziehbar sind. Aber man muss trotzdem hinnehmen, dass es die gibt. Ich tue mir auch schwer damit. Mir ist klar, dass man das im Rest von Österreich kaum bis gar nicht versteht, wenn ich es schon kaum verstehe, die dort gelebt hat." (apa)
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