Großer Erfolg für unsere Exekutive: Internationaler gesuchter Russe verhaftet
- 21-Jähriger soll vor zwei Jahren Freund getötet haben
- Streit um TV-Programm: Polizei kam Mann auf die Spur
Zielfahnder des Bundeskriminalamts (BK) und Angehörige des Einsatzkommandos Cobra haben am Mittwochabend in Kirchberg am Wechsel (Bezirk Neunkirchen) einen wegen Mordverdachts international gesuchten Russen festgenommen. Der 21-jährige Mikhail S. soll im August 2003 in der russischen Stadt Belgograd einen Freund durch Tritte und Fausthiebe getötet haben.
Laut BK geschah die Tat im Zuge eines Streits zwischen dem jungen Russen und seiner Schwester, den der Freund zu schlichten versuchte. Mikhail S. flüchtete daraufhin nach Tschechien und stellte einen Asylantrag, der jedoch abgelehnt wurde. Daraufhin besorgte er sich gefälschte Papiere und stelle am 31. Dezember vergangenen Jahres in Österreich einen Asylantrag.
Vergangene Woche rastete der 21-Jährige in seiner Unterkunft in Königsberg (Bezirk Neunkirchen) aus: Im Streit ums Fernsehprogramm verletzte er einen Mitbewohner durch Faustschläge, was ihm neben einem Verfahren am Landesgericht Wiener Neustadt einen Rauswurf aus seinem Quartier einbrachte. Zur gleichen Zeit erreichte das BK die Information, dass sich der internationale gefahndete S. in Österreich aufhalten könnte. Ein Vergleich von Fingerabdrücken brachte Gewissheit.
S. erhielt in einer Pension in Kirchberg eine neue Unterkunft, wo er am Mittwoch schließlich mit zweitägiger Verspätung eintraf und von der Exekutive praktisch schon erwartet wurde. Die Verhaftung ging laut BK reibungslos vonstatten. Der 21-Jährige hatte offenbar nicht damit gerechnet. "Der Bursche war extrem verblüfft", sagte Oberstleutnant Helmut Reinmüller vom BK. Mikhail S. wurde ins Landesgericht Wiener Neustadt überstellt, wo er in Auslieferungshaft sitzt.
(apa)
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