Steirische Landtagswahlen im Herbst: VP-Chefin Klasnic rechnet mit einem Wahlsieg
- Umfrage sieht aber "Kopf-an-Kopf-Rennen" mit SPÖ
- Grüne - Hirschmann werden um Platz 3 rittern
"Die ÖVP ist und bleibt die stärkste Fraktion. Da habe ich nicht den geringsten Zweifel", sagt die steirische VP-Chefin Landeshauptfrau Klasnic - trotz aktueller Umfragen, die beim Wahlgang im Herbst ein Kopf-an-Kopf-Rennen von VP und SP prognostizieren. In einem Interview mit der "Presse" bezeichnet sie Ex-Landesrat Hirschmann als "Gegenüber", nicht als "Gegner". Sie sei mit ihm nicht im Streit.
Klasnic unterstreicht indem Interview den Anspruch der steirischen Volkspartei auf Platz eins und damit verbunden auf den Landeshauptmann-Sessel. "Ich kann was leisten, fühle mich wohl, die Bilanz stimmt, das Land steht gut da." Von der SPÖ hätte sie sich hin und wieder ein bisserl Hilfe erwartet: "Nicht nur schlecht machen und sagen, das ist alles zu wenig."
Gegenüber Mitbewerber Hirschmann hält sich Klasnic zurück. Dass er mit seiner Gesinnung einen eigenen Weg gehe, sei seine Entscheidung. Den Rest müsse er "mit sich und seinem Charakter" ausmachen. Den Begriff "Gegner" gebe es nicht in ihrem Sprachschatz. Aber: "Es ist ein Unterschied, ob es ein Miteinander ist oder ein Gegenüber."
Kritik an der Bundesregierung kommt sehr verhalten: "Also ich kann mit dieser Bundesregierung sehr gut arbeiten. Was ich mir wünschen würde, ist ein Akzent für allein stehende Mindestpensionisten und die Anerkennung von Hospiz und Wachkoma als Krankheit oder Pflege." Daraus sei aber nicht abzuleiten, dass sie der Regierung ein soziales Defizit attestiere, so Klasnic.
Die jüngste, von der "Kleinen Zeitung" beauftragte Umfrage besagt, dass es im Oktober zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen dürfte: Derzeit liegen ÖVP mit 39 und SPÖ mit 38 Prozent beinahe gleichauf, Grüne und die Liste Hirschmann rittern mit jeweils sieben Prozent um Platz drei - beide kämen damit allerdings nicht in die Regierung. Mit fünf Prozent würde die KPÖ den Einzug in den Landtag schaffen, während die FPÖ mit drei und das BZÖ mit einem Prozent kaum Aussichten auf einen Landtagssitz hätten.(apa/red)
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