Nach Schweizer Ja zu Homo-Partnerschaft:
SP & Grüne fordern dasselbe für Österreich
- Forderung: Ende der Diskriminierung & ÖVP-Untätigkeit
- Antrag im Nationalrat noch vor dem Sommer angkündigt
·Schweiz zeigt sich als EU-Musterknabe!
54,6 Prozent: Keine EU-Depression bei Schengen!
Nach dem "Ja" der Schweizer Bevölkerung zu "eingetragenen Partnerschaften" von Homosexuellen haben am Montag SPÖ und Grüne die rechtliche Absicherung von homosexuellen Paaren auch in Österreich gefordert. Sie verlangen ein Ende der Diskriminierungen und werfen der ÖVP Untätigkeit vor.
Günther Tolar, Vorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität), sprach in einer Aussendung von einem beeindruckende Ergebnis. "Die Schweizer haben sich damit gegen die konservativen Argumente, die vor allem von der katholischen Kirche gekommen sind, und für die Menschenrechte entschieden", meinte er. Ein SPÖ-Gesetzesvorschlag zur Gleichstellung homosexueller Paare wird am kommenden Montag im Nationalrat in "Erster Lesung" diskutiert.
Die Grüne Abgeordnete Ulrike Lunacek forderte von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), seinen "Widerstand aufzugeben und endlich die Diskriminierung zu beenden". Die Grünen haben zur rechtlichen Absicherung von homosexuellen Paaren die Möglichkeit eines Zivilpakts vorgeschlagen und möchten einen entsprechenden noch vor dem Sommer im Nationalrat einbringen.
Umfragen in Österreich belegen laut SPÖ und Grüne, dass rund 60 Prozent der Meinung sind, dass "eingetragene Partnerschaften" für Homosexuelle eingeführt werden sollen.
(apa/red)
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