Causa H.H. Moser: Waffenfirma Scorpion dementiert jegliche Geschäftsbeziehungen
- Beziehung ist eine rein freundschaftliche gewesen
- Ex-FPÖ Politiker Moser bestätigt den Kontakt zu Ruanda
Die griechische Waffenfirma Scorpion dementiert eine Geschäftsbeziehung mit dem österreichischen Brigadier und früheren FPÖ- und LIF-Politiker Hans Helmut Moser. Der Grün-Abgeordnete Pilz hatte am Freitag den Vorwurf erhoben, Moser - derzeit Verteidigungsattache in Berlin - habe 1999 in Ruanda als Scorpion- Repräsentant Waffen aus der Ukraine angeboten.
Damit könne Moser das Kriegsmaterialgesetz verletzt und sich der Neutralitätsgefährdung schuldig gemacht haben, so Pilz. In einer Stellungnahme von "Scorpion International Services S.A." gegenüber heißt es, die Beziehung zwischen der Firma und Moser hätte einen rein freundschaftlichen Charakter gehabt, und zu keiner Zeit habe es eine finanzielle Verbindung gegeben.
Brigadier Moser sei weder Mitarbeiter von Scorpion gewesen, noch habe es eine Geschäftsbeziehung gegeben, heißt es weiter. Man habe Moser im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit als Verteidigungsattache in Griechenland kennen gelernt, wobei Moser eine freundschaftliche Beziehung zum Präsidenten von Scorpion aufgebaut habe.
Weiters betonte Scorpion, dass es seitens der Firma keine Geschäfte mit Ruanda gegeben habe. Es habe lediglich auf Mosers freundschaftlichen Rat Einführungsschreiben ("introduction letters", Anm.) an den Verteidigungsminister Ruandas gegeben.
Pilz hatte sich bei seinen Vorwürfen auf einen Schriftverkehr zwischen Moser, der Firma Scorpion und dem Verteidigungsministerium von Ruanda berufen. In einem Schreiben von Scorpion an das Ministerium vom Dezember 1999 war Moser als "Freund" des Unternehmens bezeichnet worden, in einem Fax vom Jänner 2000 aber als "our representative in this area" (unser Repräsentant in diesem Gebiet, Anm.). Moser selbst hat Kontakte nach Ruanda bestätigt, er sei sich aber keinerlei Schuld bewusst.
Im österreichischen Verteidigungsministerium hatte man angekündigt, die Vorwürfe ernst zu nehmen und zu prüfen.
(apa/red)
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