Tirol: Ein als Zivilstreife verkleidetes Paar kassierte 40 Euro bei "Fahrzeugkontrolle"!
- Begründung: Weil Schäferhund nicht angeschnallt war!
- Die Täter konnten noch nicht ausgeforscht werden
Eine falsche Zivilstreife ist offenbar im Tiroler Außerfern unterwegs. Das Pärchen führte bei einer 19-Jährigen eine Fahrzeugkontrolle durch und kassierte 40 Euro, um eine Anzeige bei der Behörde zu vermeiden, teilte die Gendarmerie am Montag mit.
Der Vorfall hatte sich am 1. Juni ereignet. Die 19-Jährige aus Lermoos war in ihrer Heimatgemeinde in Fahrtrichtung Reutte unterwegs, als sie am Ortsende von einem Mann in einer uniformähnlichen Kleidung (schwarze Hose, hellblaues Hemd, schwarze Schildkappe) mittels Handzeichen in eine Ausweiche gewunken und dort einer Fahrzeugkontrolle unterzogen wurde.
Der Mann führte die vorgetäuschte Amtshandlung durch. Eine Frau, die ebenfalls die gleiche uniformähnliche Kleidung trug, stand unbeteiligt daneben. Der Mann beanstandete einen zu lauten Auspuff, eine abgelaufene Begutachtungsplankette, einen fehlenden Schaltknauf sowie einen am Rücksitz befindlichen Schäferhund, der nicht angeschnallt war. Es wurden keine Fahrzeugpapiere verlangt.
Bei dem vermeintlichen Zivilstreifenfahrzeug handelte es sich um einen schwarzen Pkw, vermutlich der Marke Mercedes. Eventuelle weitere Geschädigte mögen sich am Gendarmerieposten Lermoos, Tel. 059133/7154, melden.
(apa/red)
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