SNCF-Streik behindert den französischen Bahnverkehr: Züge größenteils lahmgelegt!
- Ein Drittel der TGVs & Hälfte der Regionalzüge stehen
- Die Mitarbeiter der SNCF fordern höhere Gehälter
Ein Streik bei der Staatsbahn SNCF hat am Donnerstag erhebliche Behinderungen im französischen Zugverkehr verursacht. Nach Angaben der SNCF fielen rund ein Drittel der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge & etwa die Hälfte der Regionalzüge aus. Auf der Eurostar-Verbindung zwischen Paris & London sowie auf den Thalys-Strecken Paris-Brüssel-Amsterdam & Paris-Brüssel-Köln gab es Verzögerungen. Nachtzüge wurden laut SNCF gestrichen.
Acht Gewerkschaften hatten zu dem Ausstand ausgerufen. Sie fordern höhere Löhne und Neueinstellungen, zugleich wenden sie sich gegen das Ende des SNCF-Monopols im Güterverkehr. Von dem Streikaufruf ließen sie sich auch durch die Ankündigung von 500 Neueinstellungen nicht abbringen.
Der Streik bei der SNCF ist der erste Sozialkonflikt, mit dem die neue französische Regierung von Premierminister Dominique de Villepin konfrontiert ist. Zugleich ist es der vierte Streik bei der SNCF in diesem Jahr. Der bisherige Verkehrsminister Gilles de Robien bemühte sich in den vergangenen Monaten, die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste durch SNCF-Streiks so gering wie möglich zu halten. Unter anderem sollen die Reisenden besser über die Auswirkungen der Arbeitsniederlegungen informiert werden. Auf allen Strecken soll ein Mindestangebot gewährleistet sein.
(apa/red)
