Donnerstag, 9. Juni 2005

Österreicher lieben sich "spontan": "Sex
nach Stundenplan" lehnt die Mehrheit ab

  • Jeder Dritte hat zumindest ein Mal pro Woche Sex
  • Sex hat bis ins fortgeschrittene Alter hohen Stellenwert

Auf den Spuren des legendären US-Sex-Forscher Alfred Kinsey haben Meinungsforscher das Sexualverhalten der Österreicher untersucht. Laut der von Fessel Gfk durchgeführten Studie mit 4.000 Befragten ab 18 Jahren liebt man sich in der Alpenrepublik spontan:

"Sex nach Stundenplan" wird von der überwiegenden Mehrheit abgelehnt. Nur neun Prozent der Bevölkerung erleben Sex geplant und vorhersehbar.

Devise: "Alles ist möglich"
Auch hinsichtlich des bevorzugten Zeitpunkts herrsche die Devise "alles ist möglich": Zwar würden jene Zeiträume, in denen man sich gewöhnlich von beruflichen und familiären Pflichten freigespielt hat, bevorzugt - der Abend und das Wochenende. Immerhin ein Drittel würde aber gerne, wenn geht, Sex auch untertags genießen und ein Drittel gleich in der Früh.

Ein Drittel hat wöchentlich Sex
Das Thema Sex habe bis ins fortgeschrittene Alter einen hohen Stellenwert. Ein Viertel denke zumindest ein Mal täglich daran. Ein Drittel lebe diese Wünsche zumindest ein Mal wöchentlich aus.

Frauen und Männer haben ähnliche Bedürfnisse
Weitere Ergebnisse der Untersuchung "So l(i)eben die ÖsterreicherInnen": Nähe und Intimität seien für die überwiegende Mehrheit eine unerlässliche Basis für ein erfülltes Sexualleben. Frauen und Männer artikulieren entgegen der landläufigen Meinung diesbezüglich ähnliche Bedürfnisse, so die Forscher.

"Wichtig für Beziehung"
Jede(r) zweite Befragte hält ein erfülltes Liebeslesen für wichtig für die Qualität einer Beziehung. Bei diesem Aspekt zeigten sich allerdings Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Die Zustimmungsrate liegt bei den Männern mit 60 Prozent deutlich höher (Frauen 41 Prozent).

Impotenz ist kein Tabu
Die erektile Dysfunktion ist der Studie zufolge keine tabuisierte Erkrankung mehr: 83 Prozent der Bevölkerung halten die Impotenz für eine ganz normale Erkrankung. Aber weniger als ein Fünftel aller Männer mit Erektionsproblemen hat schon einmal Potenzmittel ausprobiert. (apa)

9.6.2005 12:25