Lust auf Seitensprung: Typische Fremd-geher sind 30 bis 50 Jahre alt und gebildet
- Laut aktueller Studie suchen bereits 43 Prozent aller Frauen den sexuellen Kick außerhalb der Beziehung

Frauen gehen fremd! Neuer Trend: Laut aktueller Studie suchen bereits 43 Prozent aller Frauen den sexuellen Kick außerhalb der Beziehung.
Sprungbrett Web: Das Internet wird immer mehr zum Seitensprung-brett. Typische Fremdgeher sind 30 bis 50 Jahre alt und gebildet.
Für Carina T. ist es die natürlichste Sache der Welt. Mindestens alle 14 Tage geht die 35-Jährige online und sucht bei einschlägigen Webportalen nach einem attraktiven Mann. Dabei fahndet die attraktive Blondine nach Gleichgesinnten, die ausschließlich Interesse an einem One-Night-Stand oder einer kurzen sexuellen Affäre haben die große Liebe bleibt außen vor. Denn Carina lebt in einer intakten Beziehung und denkt nicht daran, sich von ihrem Freund, mit dem sie seit zwei Jahren, wie sie betont, glücklich und harmonisch zusammenlebt, zu trennen. Doch auf das kleine Abenteuer zwischendurch will die Niederösterreicherin nicht verzichten: Für mich ist es einfach unvorstellbar, mein Leben lang nur mit einem einzigen Mann Sex zu haben.
Seitensprung wird Frauensache. Damit liegt Carina voll im Trend. Laut dem topaktuellen Durex-Report 2004, der das Sexualverhalten von über 15.000 Österreichern genau durchleuchtet hat, sind bereits 43 Prozent aller Österreicherinnen mindestens einmal fremdgegangen. Bei Österreichs Männern liegt die Seitensprungquote nur bei 40 Prozent.
Ergebnisse, zu denen auch der bekannte US-Psychologe David Schmitt kommt. Der 37-jährige Forscher ist gemeinsam mit 121 Kollegen aus 53 Ländern dem uralten Menschheitsrätsel auf der Spur: Warum nur gehen Männer und Frauen fremd? Ergebnis der weltweiten Studie: Durchschnittlich 42 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer von den USA bis Finnland haben sich schon einmal außerhalb ihrer festen Beziehung bei anderen Kurzzeitpartnern einen sexuellen Kick geholt. Und Schmitt bestätigt: Frauen sind eindeutig auf der Überholspur. Vor einem Jahrzehnt lag der aktive Frauenanteil beim Seitensprung noch unter 25 Prozent.
Für die Wiener Paartherapeutin Claudia Karolinsky sind diese Zahlen wenig überraschend. Die Erfahrungen aus ihrer täglichen Arbeit bestätigen die neue Frauen-Lust auf Seitensprung. Karolinsky: Durch den immer stärkeren Einstieg ins Berufsleben und die zunehmend bessere Ausbildung sind Frauen viel selbstbewusster und selbständiger geworden. Und durch die Berufstätigkeit ergeben sich auch günstige Gelegenheiten, die heute von Frauen viel stärker angenommen werden als noch vor einem Jahrzehnt.
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