Mirko Kovats in NEWS über neuen VA-Tech-Poker: "Ich will die VA Tech Hydro"
- Akquisitionen in Schweiz und Deutschland vorbereitet
- Gruppe dürfte Drei-Milliarden-Umsatz-Grenze schaffen
Der Industrielle Mirko Kovats, der jüngst mit der Übernahme des Schweizer Technologiekonzerns Unaxis für Schlagzeilen sorgte, will nun die VA Tech Hydro kaufen, wie er in einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt. "Wir haben Interesse an diesem Teilbereich der VA Tech und würden gerne kaufen", so Kovats zu NEWS. Es handelt sich dabei um jene Sparte der VA Tech mit rund einer Milliarde Jahresumsatz und ca. 2.000 Arbeitsplätzen in Weiz, die Siemens im Zuge der Übernahme der VA Technologie AG aus kartellrechtlichen Gründen wird abgeben müssen.
Eine gemeinsame VA-Tech-Übernahme durch Siemens und die Kovats-Gruppe war erst vergangenen September gescheitert, weil dieser Deal auch politisch als "feindliche Übernahme" unerwünscht war. Im November hatte dann VA-Tech-Großaktionär Kovats durch den Verkauf seines 17-Prozent-Paketes die Übernahme durch Siemens ermöglicht. Nun mahnt Kovats Siemens zur Eile: "Je länger der Verkauf der VA Tech Hydro hinausgezögert wird, desto weniger ist das Unternehmen wert", warnt der Industrielle in NEWS. Denn durch den Rückzug des Großkunden General Electric, der weltweit als schärfster Siemens-Konkurrent gilt, würden in Weiz die Aufträge stark zurück gehen.
Die VA Tech Hydro stellt allerdings nicht das einzige aktuelle Akquisitionsziel der Kovats-Gruppe dar. Laut NEWS-Recherchen stehen auch mehrere Unternehmen in Deutschland und der Schweiz auf der "Einkaufsliste". So sollen Kovats und sein Hälftepartner Ronny Pecik zumindest an Teilbereichen der als Übernahmekandidaten geltenden DAX-Unternehmen MAN und Linde sowie der deutschem Metallgesellschaft interessiert sein. In der Schweiz soll sich das Duo um die Unternehmen Tecan Group, Georg Fischer, Von Roll Holding und Saurer bemühen.
Auch ohne die VA Tech Hydro dürfte die Kovats-Gruppe heuer den Sprung über die Drei-Milliarden-Umsatz-Grenze schaffen und damit künftig als größte private Industriegruppe zu den größten 15 Konzernen des Landes zählen. Pecik bestätigt gegenüber NEWS "aktuelles Interesse" an einigen Unternehmen. "In Deutschland steht eine Großakquisition kurz vor den abschließenden Verhandlungen", erklärt Pecik im NEWS-Interview. Es soll sich dabei um einen börsennotierten Konzern mit 600 bis 700 Millionen Euro Umsatz und etwa 2.500 Mitarbeitern handeln. "Es ist ein Unternehmen der Old Economy und kein Sanierungsfall, sondern ein Glücksfall", so Pecik.
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