Mittwoch, 1. Juni 2005

April-Arbeitslosenrate in der Eurozone weiter bei 8,9 Prozent: Österreich Dritter!

  • Irland und Großbritannien besser als Rot-weiß-rot
  • In neun Staaten ist die Arbeitslosigkeit gestiegen

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im April 2005 betrug in der Eurozone unverändert gegenüber dem Vormonat 8,9 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, blieb auch die durchschnittliche Rate für die gesamte Europäische Union unverändert bei diesem Wert.

Die niedrigsten Quoten wurden im April in Irland (4,2 Prozent), Großbritannien (4,5 Prozent), Luxemburg und Österreich (beide 4,6 Prozent) verzeichnet. Die höchsten Arbeitslosenraten hatten Polen (17,9 Prozent), die Slowakei (15,6 Prozent), Griechenland (10,2 Prozent) sowie Deutschland und Spanien (beide 10,0 Prozent) zu vermelden.

Vierzehn Mitgliedstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, in zwei Staaten blieb die Quote gleich, und in neun stieg sie an. Der stärkste relative Rückgang wurde in Litauen, Estland, der Slowakei und Dänemark beobachtet, während Portugal, Luxemburg und die Niederlande den stärksten relativen Anstieg verzeichneten.

Die Arbeitslosenquote der Männer stieg in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr auf 7,7 Prozent, während die Arbeitslosenquote der Frauen auf 10,5 Prozent zurückging. Nach Schätzungen von Eurostat waren im April in der Eurozone 13,0 Millionen Menschen und in der gesamten EU insgesamt 19,3 Millionen Männer und Frauen arbeitslos. Europa hinkt damit deutlich den USA und Japan hinterher, wo die Rate im April bei 5,2 Prozent bzw. bei 4,4 Prozent lag. (apa)

1.6.2005 11:07