Entspannung am deutschen Arbeitsmarkt: Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,4 Prozent
- 4,8 Mio. ohne Job, im Vergleich zu April minus 161.000
- Im Vergleich zu Mai 2004 aber ein Plus von 514.000
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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai saisonbedingt um 161.000 auf 4.806.589 gesunken. Vornehmlich als Folge der Arbeitsmarktreform waren dies aber 513.400 mehr als im Vorjahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozent auf 11,6 Prozent. Im Mai des vergangenen Jahres hatte sie noch bei 10,3 Prozent gelegen.
Der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, der Grund für den Rückgang sei die jahreszeitlich übliche Belebung auf dem Arbeitsmarkt. Konjunkturelle Impulse hätten dagegen keine nennenswerte Rolle gespielt.
In Westdeutschland wurden im Mai 3.169.980 Männer und Frauen als arbeitslos gezählt. Das waren 92.400 weniger als im April, aber 460.300 mehr als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es 1.636.609 Arbeitslose - 68.700 weniger als im Vormonat, aber 53.100 mehr als im Mai des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 9,7 Prozent, im Osten bei 18,9 Prozent.
Nach wie vor fehlende konjunkturelle Impulse auf dem Arbeitsmarkt spiegeln sich auch in der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl wider. Sie blieb im Vergleich zum April bundesweit unverändert bei 4,889 Millionen. Dabei wurde eine Zunahme im Westen um 11.000 durch einen Rückgang im Osten in gleicher Größenordnung ausgeglichen. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im April mit 38,76 Millionen um 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
(apa/red)
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