Radieschen von unten: Jeder vierte Gärtner hat seit dem Jahr 1998 zugesperrt
- Gartenbaufläche in 6 Jahren um 20 Prozent gesunken
- Um 13 Prozent weniger Beschäftigte in den Gärtnereien
Von 1998 bis 2004 sind die gärtnerisch genutzten Flächen in Österreich um 20 Prozent auf 2.171 ha zurückgegangen. Gleichzeitig kam es bei der Anzahl der Betriebe zu einem Rückgang um 24 Prozent auf aktuell 1.444 Firmen. Die Anzahl der Arbeitskräfte in den Gärtnereien sank um 13 Prozent auf nunmehr 9.742 Beschäftigte, teilte die Statistik Austria am Montag mit.
Nach wie vor ist der heimische Gartenbau "eher klein strukturiert". So bewirtschafteten im Jahr 2004 rund 1.052 Betriebe eine Fläche unter 1 ha, während es im Jahr 1998 noch 1.365 Betriebe waren.
Den höchsten Flächenanteil hat Wien mit 569 ha, knapp gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Während im Burgenland die gärtnerische Fläche um 23 ha zunahm, gingen die Flächen in allen anderen Bundesländern zurück. Dem allgemeinen Trend folgend, reduzierte sich auch die Quadratmeterzahl unter Glas, Folie um fünf Prozent auf 418 ha. Bei den Freilandflächen gab es gar einen Rückgang um 23 Prozent.
Wie auch schon bei der Erhebung im Jahr 1998 betrug bei den meisten Betrieben die überwiegende Produktionsrichtung "Blumen- und Zierpflanzen", gefolgt von Gemüse und Baumschulen. Der stärkste Rückgang an Fläche wurde bei den Baumschulen verzeichnet, während die Anzahl der Betriebe vor allem bei den Blumen und Zierpflanzen rückläufig war.
Die Reduzierung der Arbeitskräfte im Vergleich zu 1998 sei unter anderem auch auf die Schließung vieler Gärtnereien zurückzuführen, wobei die familieneigenen Arbeitskräfte stärker betroffen waren als die familienfremden Arbeitskräfte. Der geringere Verlust an familienfremden Arbeitskräften kann auch darauf zurückgeführt werden, dass z.B. arbeitsintensivere Kulturen angepflanzt wurden und dadurch vermehrt familienfremde Arbeitskräfte zum Einsatz kamen, hieß es von Seiten der Statistik Austria. (apa)
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