Rapid führt Besucher-Hitliste an: Meister auch bei Zuschauer-Zahlen Nummer eins!
- Letzte Saison im Schnitt über 14.000 Fans pro Spiel
- Bundesliga-Vorstand Pangl lobt den "Österreicher-Topf"
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Rapid war 2004/05 nicht nur auf dem grünen Rasen, sondern auch in der offiziellen Zuschauer-Statistik der Fußball-Bundesliga die Nummer eins. Der Meister lockte 264.734 (Schnitt 14.707) und damit 19,3 Prozent mehr Besucher als 2003/04 ins Hanappi-Stadion. Auf den Ehrenplätzen der Hitliste folgten SV Mattersburg (178.249/9.903) und Liebherr GAK (151.130/8.396). Zu den 179 Spielen der Saison (Austria - Pasching war ein "Geisterspiel") pilgerten insgesamt 1,212.568 Fans (6.736) durch die Drehkreuze der Stadien.
Positiv war an der Statistik, dass der Anteil der verkauften Tickets und Abos um 3,8 Prozent stieg. Die Wertung der top-besuchten Partien brachte sogar ein Rapid-Triple. Das Derby in der 36. Runde gegen Austria Magna mobilisierte 46.076 Leute in den Prater, zu den Heimspielen der Grünweißen gegen die Favoritner in der 13. Runde und gegen Casino Bregenz (33) wurden 17.326 bzw. 17.158 Menschen gezählt.
Zur Saisonabschluss-Pressekonferenz hob Bundesliga-Vorstand Georg Pangl am Freitag in Wien die positive Entwicklung des "Österreicher-Topfes", die die Förderung des heimischen Nachwuchses mit insgesamt 5,5 Mio. finanziell belohnt, in den Vordergrund. Der Anteil eingesetzter U21-Spieler hat sich wesentlich erhöht, der Österreicher-Anteil beträgt jetzt rund 58 Prozent. "Auch wenn die Zahl durchschnittlicher Legionäre noch zu hoch ist, weist das auf eine positive rot-weiß-rote Zukunft hin", sagt Pangl.
Das meiste Geld sahnten FC Superfund (75,1 Prozent Österreicher), Wacker Tirol (73,4) und der GAK (71,2) ab. Am Topf dürfen nur jene Vereine mitnaschen, die pro Quartal in jedem Spiel mindestens acht für das ÖFB-Team berechtigte Akteure auf dem Spielbericht haben. Dieses Zusatzkriterium wurde heuer nur von der Austria nicht erfüllt. Georg Kofler, der ebenfalls anwesende Chef des TV-Partners Premiere, war von der "beispielhaften Reglung" so angetan, dass er sie auch der deutschen Liga näher bringen möchte.
"Denn heimische Stars sind für unser Medium noch besser", erklärte Kofler. Christian Kircher dazu: "Wir haben unsere Unterlagen schon nach Deutschland geschickt." Stichwort Premiere und neue TV-Partner. Pangl legte 254 Tage nach seinem Amtsantritt ein Bekenntnis zum bestehenden Fernseh-Vertrag ab. "Wir müssen um die Werte der Rechte auf allen juristischen Ebenen kämpfen. Der aktuelle Kontrakt muss im Interesse der Liga und Vereine eingehalten werden und wir werden deshalb noch enger kooperieren", so der Burgenländer.
Obwohl Pessimisten nach dem Wechsel vom ORF zu Premiere bzw. ATVplus schwarz gesehen hätten, beträgt der Werbewert der T-Mobile-Liga 13,4 Mio. Euro. Die Aufregung, die es kürzlich wegen Verhandlungen mit T-Mobile gegeben hat, bezeichnete er als "beiderseitige Adaptierung des Vertrages", der vor Saison-Beginn bis 2008 verlängert wurde. "Nach den Veränderung mit einer vernünftigen Einigung sind wir nun nahe an den Tatsachen dran", zeigte sich Georg Mündl, der Marketing-Leiter des Bewerb-Sponsors, zufrieden. Schließlich stecke sein Konzern 80 Prozent seiner Sponsorgelder in der "Österreichs Sport Nummer 1".
Nachdem Bundesliga-Absteiger Bregenz sowie Untersiebenbrunn und Wörgl keine Lizenz erhalten haben, sieht Pangl in der Red-Zach-Liga (85 Prozent Österreich-Spieler!/295.759 Zuschauer/Werbewert 9,15 Mio Euro plus 58 Prozent) eine Neuner-Liga als Szenario. "Die Bestimmung, dass heuer alle drei Regionalliga-Meister aufsteigen, zählt für uns. Hard als designierter Meister im Westen hat aber keine Lizenz beantragt", so Pangl. Ausnahmen oder Lockerungen der Mindeststandards für den Profi-Fußball gibt es nicht. "Machen wir die Türe nur einen Spalt auf, dann bekommen wir sie in den nächsten Jahren nicht mehr zu."
(apa)
