Nach Polster-Abgang: Austrias Big Boss Stronach gesteht im FORMAT Fehler ein!
- "Zu viel Verantwortung und Entscheidungen delegiert!"
- Vereinsmanager Kraetschmer erhält mehr Kompetenz
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Die Ära von Anton Polster als General Manager des FK Austria Magna war nur ein Intermezzo. Am 23. Dezember 2004 trat die Klub-Ikone ihren Dienst beim Wiener Traditionsverein an. Am 1. Juni 2005 wurde die Zusammenarbeit schon wieder beendet. Beim frischgebackenen Cup-Sieger ist Kontinuität eine grob vernachlässigte Eigenschaft. In der Führungsebene gibt es dennoch zwei Konstanten. Vereinsmanager Markus Kraetschmer und Big-Boss Frank Stronach. Erster wurde von Zweitem quasi zum Nachfolger des geschassten Polster befördert und mit mehr Kompetenzen ausgestattet.
Ich möchte dem Markus Kraetschmer mehr Verantwortung geben. Er ist schon lange bei der Austria und hat schon immer gute Arbeit geleistet, erklärt Stronach im FORMAT-Interview seine Entscheidung, dem Arbeiter aus dem Hintergrund das Vertrauen zu schenken und für höhere Aufgaben zu berufen.
Seit der Übernahme Austrias durch Stronach kommt der Verein nicht zur Ruhe. Der Mäzen gesteht Fehler ein: In den letzten Jahren wurde zu viel Entscheidungskompetenz und Verantwortung delegiert. Da wurde enorm viel Geld nicht richtig eingesetzt. Deswegen seien viele Investitionen nicht richtig verwendet worden. Kein direkter Angriff auf Polster. Stronach: "Ich nenne auch keine Namen." Der Austro-Kanadier zog die Konsequenzen. Seit einem halben Jahr setzt er unter jeden Vertrag seine persönliche Unterschrift.
Trotz mangelndem Erfolg und Kritik aus dem eigenen Lager, wie die jüngsten Magna raus-Transparente, bereut der Groß-Industrielle sein Engagement bei den Veilchen aus Wien Favoriten nicht. Ich engagiere mich aus einer sozialökonomischen und gesellschaftlichen Verpflichtung heraus, für die wir laut unserer Magna Charta zwei Prozent des Jahresgewinns ausgeben.
(red)
