Kraetschmer Austrias neuer starker Mann! Manager tritt in Fußstapfen von Toni Polster
- Mehr Kompetenzen für Nachfolger von 'Toni Doppelpack'
- "Arbeiter" im Hintergrund rückt nun in die erste Reihe auf
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Der Abgang von Toni Polster schmerzt viele violette Fußball-Fans und die Austria wird eine weitere Ikone ebenso vermissen. Doch schon vor der am Mittwoch offiziellen Bestätigung, dass der Wiener das Horr-Stadion verlassen werde, hat Magna-Gründer Frank Stronach die Weichen gestellt. Der Mäzen stattete den bisher für wirtschaftliche Belange zuständigen Vereinsmanager Markus Kraetschmer mit mehr Kompetenzen aus. Er ist quasi Nachfolger des einstigen "Golster".
"Ich hatte am Dienstag ein Gespräch mit Stronach gehabt, in dem er mir das mit Polster mitgeteilt hat. Es tut mir für Toni Leid, aber zwischen den Zweien war nichts mehr zu kitten, es gab keine Basis mehr", sagte Kraetschmer am Mittwoch nach Austrias Cup-Triumph gegen Rapid im Happel-Stadion. Er habe auch deshalb mehr Verantwortung an vorderster Front übernommen, weil es ihm um die Austria, für die er seit fast acht Jahren arbeitet, gehe.
Kraetschmer ist ein Funktionär, der sich nicht ins Rampenlicht rückt, sondern als "Arbeiter" meist im Hintergrund und mit gewählter Wortwahl agiert. "Nach den Abgängen von Polster und Sportdirektor Günter Kronsteiner werde ich versuchen, den Weg der Kontinuität fortzusetzen", kündigte er an. Es würde sich für ihn nicht viel ändern - außer, dass er mehr Entscheidungen treffen und mehr repräsentieren müsse.
Die Bereiche sind im Groben abgegrenzt. Teammanager Peter Stöger ist mit Trainer Frenkie Schinkels und Jurist Wolfgang Rebernig (rechtliche Fragen) für sportliche Transfers sowie Kraetschmer fürs Finanzielle und Budgetäre zuständig. Unterstützt wird er von Stronach-Intimus Ernst Neumann, der u.a. auch Tennispartner des austro-kanadischen Milliardärs ist. "Die Verantwortung liegt aber letztlich bei mir", so Kraetschmer.
"Werde mich mit Stronach nochmals zusammensetzen"
Der Beförderte hat jetzt einige Tage Zeit, um sich die Kernaufgaben und die Kompetenzen nochmals im Detail genau durch den Kopf gehen zu lassen. Er muss sich wegen einer Knieoperation für einige Tag ins Spital legen. "Da werde ich noch nachdenken und danach mich mit Stronach nochmals zusammensetzen und alles schriftlich fixieren". Dann wird der Mann, der den Polster-Weg fortsetzen möchte, von der zweiten in die erste Austria-Reihe treten.
Klar, dass da für Urlaub auch heuer keine Zeit bleibt, es müssen viel mehr der Kader für die neue Saison zusammengestellt und Transfers über die Bühne gebracht werden. Vier sollen laut Rebernig unmittelbar vor dem Abschluss stehen oder bereits getätigt worden sein. Und dazu hört man, dass für Torhüter Joey Didulica vom heurigen UEFA-Cup-Gegner Real Saragossa ein Zwei-Millionen-Angebot vorliegen soll.
(apa/red)
