Austria holt sich den Pokal: 3:1-Finalerfolg
im Cup über Erzrivale und Meister Rapid!
- 24. Cup-Titel für Austria nach frühem 0:1-Rückstand
- Rapid verpasst sein erstes Double seit dem Jahr 1987
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DIASHOW: Die wichtigsten Ereignisse in Wort und Bild
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und Austria-Erfolg!
Meisterparty und Wiener
Derby zum Durchklicken
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Die Wiener Austria hat am Mittwoch mit dem 24. Cupsieg der Vereinsgeschichte die Saison 2004/2005 versöhnlich abgeschlossen. Der Drittplatzierte der abgelaufenen T-Mobile-Bundesliga und UEFA-Cup-Viertelfinalist setzte sich im 71. ÖFB-Cup-Endspiel gegen Meister Rapid verdient 3:1 (1:1) durch und bescherte damit dem Trainerduo Stöger/Schinkels den ersten Titel.
Getrübt wurde der Titel durch den Abschied des violetten Urgesteins Toni Polster - der langjährige Austria-Stürmer und ÖFB-Rekordtorschütze gab nach Schlusspfiff seinen Abschied als General Manager bekannt.
Nach der frühen Rapid-Führung durch Burgstaller (5.) drehte die Austria vor 28.000 Fans im Ernst-Happel-Stadion mächtig auf. Treffer durch Mila (20.), Vastic (55.) und Sionko (65.) sorgten für die klare Wende, Rapid wirkte nach dem Meisterparty-Marathon phasenweise stehend k.o. und war - auch geschwächt durch zahlreiche Ausfälle - vom ersten Double seit 1987 weit entfernt.
Austria klar bessere Mannschaft
Trotz müder Beine nach einer langen Saison, personeller Probleme und einer ausgedehnten, mehrteiligen Rapid-Meisterparty bekamen die Fans zum Ausklang des Spieljahres 2004/2005 von Beginn an klassischen, rassigen und schnellen Derby-Fußball zu sehen - diesmal jedoch ohne gehässige Szenen und mit klaren Austria-Vorteilen.
Rapid, u.a. ohne Martin Hiden, Katzer, Hlinka sowie Valachovic und mit drei Liga-Niederlagen in Serie im Gepäck, legte bereits nach fünf Minuten vor: Nach Eckball von Hofmann verlängerte Martinez per Kopf zur Mitte, dort wartete Innenverteidiger Burgstaller, der aus zehn Metern halbvolley flach zum 1:0 einschoss. Für die Austrianer war es der erste Gegentreffer in der regulären Spielzeit im laufenden Cup-Bewerb.
Damit war die grün-weiße Herrlichkeit im Prater aber auch schon wieder vorbei. Denn die Austria ließ sich weder vom frühen Rückstand, noch von den wilden Gerüchten rund um Stronach, Polster und Co. verunsichern. Nach schnell abgespieltem Mila-Freistoß nagelte der bei seiner Abschiedsvorstellung stark spielende Vastic den Ball aus halbrechter Position an die Stange (8.), in der 20. Minute gelang dann der verdiente Ausgleich. Sionko holte nach einem Solo einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus, den der Pole Mila sehenswert ins rechte Kreuzeck zirkelte - 1:1.
Troyansky, Lieblingsschüler des auf der Tribüne sitzenden Frank Stronach, hätte wenig später beinahe zum 2:1 der Veilchen getroffen, sein Kracher aus rund 30 Metern landete aber nur an der Latte (23.) - der zweite Aluminiumtreffer für die Austria, die das Heft nun klar in der Hand hatte.
Payer vor Pause toller Rückhalt
Payer (Parade nach Sionko-Schuss/45.) und Schiri Sowa (verweigerte nach Foul von Garics an Blanchard den Elferpfiff/45.) retteten die Hütteldorfer, denen mit Dauer des Spiels immer mehr der "Saft" auszugehen schien, in die Pause.
Aber auch Meistermacher Josef Hickersberger und der Pausen-Tee konnten Rapid nicht mehr entscheidend wachrütteln. Die Austria drückte weiter und wurde rasch belohnt. Nach Blanchard-Flanke verlängerte Rushfeldt per Kopf und ausgerechnet der nach Linz abwandernde Vastic war ebenfalls per Kopf zum 2:1 zur Stelle (55.).
Der Rückstand setzte noch einmal die letzten Rapid-Kräfte frei. Der Meister fightete zurück, kassierte jedoch in der 65. Minute den entscheidenden Tiefschlag. Schlussmann Payer, über die gesamte Saison hinweg einer der grün-weißen und österreichischen Erfolgsgaranten, schoss bei einem Abschlag Sionko an, der Tscheche bedankte sich und lupfte den Ball allein stehend vor dem Rapid-Goalie zur Entscheidung ins Netz (65.).
Rapid-Niederlagen-Serie gegen Austria prolongiert
Damit war klar, dass Austria nicht nur den Cup stemmen durfte, sondern auch die Derby-Erfolgsserie prolongierte. Violett ist gegen Grün-Weiß weiterhin seit 12. August 2001 (sieben Siege, zehn Remis) ungeschlagen. Und auch die Bilanz von Stöger/Schinkels bleibt sehr stark: acht Spiele, sechs Siege, zwei Remis. Als Belohnung darf das Duo mit der Rückendeckung von Stronach weiterarbeiten.
(apa/red)
