Halbfinale der Außenseiter: Puerta besiegt
St.-Pölten-Gewinner Dawidenko in 5 Sätzen
und kämpfen um den Final-Einzug
- Argentinier dreht 1:2-Satzrückstand noch in Erfolg um
- Puerta bereits dritter ungesetzter Paris-Finalist in Serie
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Mariano Puerta hat bei den French Open in Paris erstmals das Finale eines Grand-Slam-Tennisturniers erreicht. Der Argentinier bezwang am Freitag den Russen Nikolaj Dawidenko nach hartem Kampf 6:3,5:7,2:6,6:4,6:4. Im Endspiel am Sonntag trifft der ungesetzte Puerta entweder auf den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus Schweiz oder Spaniens Jungstar Rafael Nadal.
"Ich fühle mich wie im Paradies. Dieses Turnier hat mein Leben verändert", meinte "Sandmann" Puerta nach dem bisher größten Erfolg seiner Karriere, der ihm bereits 440.000 Euro Prämie garantiert. Dawidenko durfte sich einen Tag nach seinem 24. Geburtstag mit 220.000 Euro trösten. Nach dem ersten Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere wird der seit Jahren in Deutschland, in der Nähe von Trier, lebende Russe auf den dritten Platz im ATP-Champions-Race vorrücken.
Das Halbfinale der beiden Außenseiter, das im Schatten des vorweggenommenen Endspiels zwischen dem Weltranglistenersten und dem "Wunderkind" aus Mallorca stand, hatte wegen Regens mit mehr als eineinhalb Stunden Verspätung begonnen. Puerta gewann zwar den ersten Satz, doch dann brachte ihn der immer stärker werdende Russe in Bedrängnis.
Wie schon im Viertelfinale gegen seinen Landsmann Guillermo Canas musste Puerta, der in diesem Jahr ausschließlich auf Sand gespielt hat, über fünf Sätze gehen und hatte erneut die besseren Nerven. Nach 3:29 Stunden verwandelte er den ersten Matchball und revanchierte sich damit für die Niederlage gegen Dawidenko vor drei Wochen beim Masters-Turnier in Hamburg.
Mit Puerta hat zum dritten Mal in Serie ein ungesetzter Spieler das Finale der French Open erreicht. 2003 verlor der Niederländer Martin Verkerk im Endspiel gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero. Im Vorjahr holte Puertas Landsmann Gaston Gaudio mit einem Fünfsatzsieg gegen Topfavorit Guillermo Coria sensationell den Titel. (apa/red)
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