Platz vier im legendären "Nudeltopf": Bei
Indy 500 schreibt Danica Patrick Geschichte
- Brite Wheldon gewinnt den Motorsport-Klassiker
Sie hat das berühmteste Autorennen der Welt zwar nicht gewonnen, doch sie durfte sich trotzdem als Siegerin fühlen. Als erste Frau lag Danica Patrick bei den Indy 500 am Sonntag kurz vor Schluss in Führung und wurde am Ende immerhin noch Vierte. Im legendären "Nudeltopf" von Indianapolis gewann Dan Wheldon als erster Brite nach Graham Hill im Jahr 1966 den Motorsport-Klassiker. "Ein Traum ist wahr geworden", sagte der Sieger und nahm immer wieder einen kräftigen Schluck Milch aus der Flasche.
Traditionell feiert der Indy-500-Gewinner seinen Triumph bei dem seit 1911 ausgetragenen Rennen mit Milch statt mit Champagner. "Seit ich ein Kind bin, liebe ich dieses Rennen. Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich", betonte Wheldon nach den 200 Runden und vergoss ein paar Tränen. In drei Wochen steht in Indy der nächste Höhepunkt an, am 19. Juni gastiert die Formel 1 mit dem neunten Saisonlauf.
"Richtig stolz" war auch Danica Patrick. Die 23-Jährige war die erst vierte Frau, die ihr Glück in Indianapolis versuchte. Eine Sekunde lang dachte ich, wir schaffen es", sagte sie. Erst in Runde 194 des turbulenten Rennens vor fast 300.000 Zuschauern wurde die hübsche Rennfahrerin von Wheldon überholt. Ihr Wagen hatte nicht mehr genug Sprit im Tank, sie konnte nicht mehr Vollgas geben. Als beste Frau stand bisher Janet Guthrie in den Geschichtsbüchern der legendären Indy 500. Sie war 1978 Neunte geworden.
(apa)
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